Quartalsgewinn steigt
Nord-Affinerie drückt bei Cumerio-Übernahme aufs Tempo

Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie (NA) will sich ihren Konkurrenten Cumerio nach dem Ende des Tauziehens mit der österreichischen A -Tec zügig einverleiben. Auch ohne Cumerio macht der Hamburger Konzern, der am Mittwoch Quartalzahlen vorlegte, glänzende Geschäfte.

HB HAMBURG. Mit der Ankündigung des Industriellen und A-Tec -Chefs Mirko Kovats zum Verkauf seiner Cumerio -Anteile sei ein wichtiger Schritt getan, sagte NA-Chef Bernd Drouven am Mittwoch in Hamburg. "Wir sind zuversichtlich, dass das Angebot von mehr als 80 Prozent der Aktionäre angenommen wird." Der neue Konzern könne international die Konsolidierung der Kupferindustrie vorantreiben.

Die Affinerie will sich die Übernahme von Cumerio bis zu 780 Mill. Euro kosten lassen und bietet deren Aktionären 30 Euro je Anteilsschein. Die Offerte läuft noch bis Freitag. Zusammen mit eigenen Anteilen und denen der A -Tec hat die NA nach eigenen Angaben bereits mehr als die Hälfte von Cumerio sicher.

Um die Übernahme hatte sich die Affinerie einen Machtkampf mit Kovats geliefert. Der Österreicher war im vergangenen Jahr bei Cumerio eingestiegen und hatte seine Beteiligung bis auf eine Sperrminorität ausgebaut. Er verlangte mehr Einfluss auf die Affinerie, den diese ihm verweigerte. Nach langem Gezerre hatte Kovats das Übernahmeangebot der NA für Cumerio am Dienstag schließlich doch akzeptiert. Kovats ist auch größter Aktionär der NA.

Der Gewinn der Norddeutschen Affinerie vor Steuern kletterte im ersten Geschäftsquartal 2007/08 um 126 Prozent auf 88 Mill. Euro. Allein 47 Mill. Euro davon gehen auf Bewertungseffekte und Preisvorteile aus Kurssicherungsgeschäften zurück. Operativ verdiente die NA mit 41 (Vorjahr: 39) Mill. Euro kaum mehr. Der Umsatz sank durch Währungseffekte infolge des schwachen Dollar um vier Prozent auf 1,4 Mrd. Euro.

Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr rechnet die NA abermals mit einem sehr guten Ergebnis. Direkte Auswirkungen der drohenden Rezession in den USA auf den europäischen Markt seien nicht festzustellen. Der hohe Gewinn des vergangenen Jahres werde sich allerdings nicht wiederholen lassen, bekräftigte der Konzern. 2006/07 hatte die NA den Vorsteuergewinn um 143 Prozent auf 251 Mill. Euro gesteigert. Die Aktionäre können sich auf eine um 40 Cent auf 1,45 Euro je Aktie erhöhte Dividende freuen.

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