Quartalsgewinn verdreifacht
Bayer erntet Früchte des Umbaus

Die seit Monaten gute Chemiekonjunktur ist auch an Bayer nicht spurlos vorbei gegangen: Der Umsatz des Leverkusener Chemie- und Pharmakonzerns legte im zweiten Quartal zu. 2005 könnte eines der erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte werden.

HB LEVERKUSEN. Der Leverkusener Traditionskonzern erzielte bereits in den ersten sechs Monaten 2005 mit gut einer Milliarde Euro einen deutlich höheren Gewinn als im gesamten Vorjahr (603 Mio Euro) ein. Bereinigt um Sondereinflüsse wurde operativ das beste Halbjahresergebnis erzielt.

"Bayer ist weiter auf Wachstumskurs", urteilte Konzern-Chef Werner Wenning am Mittwoch. Er hob nach dem Gewinnsprung im zweiten Quartal 2005 die Prognose für das operative Ergebnis und den Umsatz im Gesamtjahr deutlich an. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,1 Mrd. ? im Jahr 2004 soll um etwa 40 % (bisher 20 %) verbessert werden. In den ersten sechs Monaten stieg es um 45 % auf zwei Mrd. ?. Zum Konzerngewinn gab Wenning keine Prognose für das Gesamtjahr ab.

Beim Umsatz werden jetzt mehr als 26 Mrd. ? (bisher über 25 Mrd Euro) für 2005 erwartet. Bereinigt um die Ende Januar 2005 abgespaltene Basis- und Spezialchemietochter Lanxess betrug der Konzernumsatz von Bayer im vergangenen Jahr 23,3 Mrd. ?.

Wenning führte die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns vor allem auf die strategische Neuausrichtung zurück. Von der Ankündigung der Lanxess-Abspaltung im November 2003 bis Ende vergangener Woche sei der Kurs der Bayer-Aktie um mehr als die Hälfte gestiegen. Auch im operativen Geschäft sei Bayer deutlich vorangekommen. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres schoss der Konzerngewinn von Bayer nahezu um das Dreifache auf 406 Mill. ? kräftig nach oben.

Die höchsten Zuwächse erzielte im zweiten Quartal 2005 der größte Teilkonzern Materialscience, zu dem Kunst- und Schaumstoffe gehören. Der Umsatz stieg hier um fast ein Drittel auf 2,7 Mrd. ? und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) um rund 57 % auf 337 Mill. ?. Höhere Rohstoffkosten wurden mit Preiserhöhungen weiter gegeben und die Margen in wichtigen Geschäften verbessert.

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