Quartalsumsatz gesteigert
Sanofi-Aventis hebt Gewinnprognose an

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat seinen Umsatz im vierten Quartal 2005 gesteigert und in Folge dessen auch seine Gewinnprognose für das abgelaufene Gesamtjahr erhöht.

HB PARIS. Zwar verfehlte der Umsatz knapp die Erwartungen von Analysten, dennoch kündigte das Unternehmen am Montag an, der bereinigte Gewinn je Aktie sei 2005 um einen Wert „nahe 25 Prozent“ gestiegen. Bislang hatte der weltweit drittgrößte Pharmakonzern einen Zuwachs von mindestens 20 Prozent vorhergesagt.

Seinen Quartalsumsatz bezifferte Sanofi auf 7,007 Mrd. Euro - ein Plus von sieben Prozent. Von Reuters befragte Analysten waren im Schnitt von 7,093 Mrd. Euro ausgegangen. Ohne die Effekte von Währungsschwankungen nannte Sanofi ein Umsatzplus von 4,8 Prozent. Positiv wirkte sich die hohe Nachfrage nach Impfstoffen und Blutverdünnern aus. Indes belasteten schwächere Geschäfte mit Medikamenten, für die es Konkurrenz durch Nachahmer-Medikamente gibt, die Umsätze.

Mit seiner neuen Prognose gab das Unternehmen zum zweiten Mal einen verbesserten Ausblick. Im August hatte es in Aussicht gestellt, die Kosteneinsparungen von 1,6 Mrd. Euro im Rahmen der Aventis-Übernahme könnten sich schneller als erwartet einstellen. Ein Analyst in London sagte, die neue Gewinnprognose sei keine Überraschung für die Finanzmärkte, zumal die Ergebnisse nach neun Monaten positiv gewesen seien. „Auch die Zahlen sind gut, aber es stehen noch Unsicherheiten bevor.“

Staatliche Gesundheitssysteme und Krankenkassen setzen zunehmend auf Nachahmer-Medikamente, um ihre Kosten zu senken. Dies belastete unter anderem die Umsätze mit den Medikamenten Arava gegen Arthritis und Amaryl gegen Diabetes. Mit dem Medikament Allegra - einem früheren Wachstumsantreiber - setzte Sanofi wegen der Konkurrenz von Generika 60 Prozent weniger um.

Zudem stellen Generika-Hersteller den Patentschutz mehrerer umsatzstarker Sanofi-Medikamente - etwa der Blutverdünner Plavix und Lovenox - in Frage. Diese trugen im Quartal noch positiv zum Gesamtumsatz bei, auch wenn sie etwas unter den Erwartungen von Analysten zurückblieben. Zur Umsatzsteigerung trugen auch die Krebs-Medikamente Eloxatin und Taxotere bei. Diese halten Analysten auch in Zukunft für wichtige Umsatzträger, ebenso wie das Impfstoff-Geschäft. Hier legte Sanofi deutlicher als erwartet um 50 Prozent auf 643 Mill. Euro zu. Mitverantwortlich war dafür der Start des Hirnhautentzündungs-Impfstoffs Menactra auf dem US-Markt. Das Geschäft mit Grippe-Medikamenten war zudem das beste in Sanofis Geschichte: Die Furcht vor der Vogelgrippe löste einen regelrechten Sturm auf entsprechende Impfmittel aus.

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