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Quartalszahlen: Arcelor-Mittal bleibt hinter den Erwartungen

ArcelorMittal hat ein schwächeres drittes Quartal hingelegt, als von den Analysten erwartet. Der Nettogewinn bleibt um 150 Millionen Dollar hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem ist der Stahlkonzern optimistisch.

Warmwalzwerk von ArcelorMIttal in Bremen Quelle: dpa
Warmwalzwerk von ArcelorMIttal in Bremen Quelle: dpa

Amsterdam/LuxemburgDer weltgrößte Stahlkonzern Arcelor-Mittal stellt sich auf deutliche Einbußen im zweiten Halbjahr ein und streicht deshalb seine Investitionspläne zusammen. Die Nachfrage-Delle des Sommers weite sich zu einem Tal im gesamten zweiten Halbjahr aus, warnte der Konzern bei der Vorlage von enttäuschenden Geschäftszahlen am Donnerstag. Vor allem in Europa wachse unter den Kunden die Furcht vor einer Rezession.

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Sie ließen deshalb Vorsicht walten und schöben Investitionsentscheidungen auf die lange Bank. Voraussichtlich würden deshalb im vierten Geschäftsquartal nicht nur die Auslieferungen weiter abnehmen, sondern auch die Preise erneut fallen, erklärte der Branchenführer. Anleger zeigten sich überrascht über so viel Pessimismus und schickten die Aktie ins Minus.

Noch sei die Nachfrage aus Schwellenländern in Asien und Afrika sowie aus der ehemaligen Sowjetunion sowie aus Brasilien relativ robust, erklärte der Konzern. Der weltweite Stahl-Bedarf werde deshalb im kommenden Jahr voraussichtlich um fünf Prozent zunehmen, nach einem Plus von sieben Prozent in diesem Jahr. In der EU wird das Wachstum mit ein Prozent den Prognosen des Konzerns zufolge jedoch fast zum Erliegen kommen. Wegen der Abkühlung verschob Arcelor-Mittal den Ausbau der Fertigung in zwei Werken in Brasilien. Die Investitionen im Gesamtjahr würden daher geringer ausfallen als bislang mit 5,5 Milliarden Dollar geplant.

Bereits im abgelaufenen Vierteljahr blieb der Rivale von ThyssenKrupp hinter den Erwartungen zurück: Der Kerngewinn (Ebitda) sank im Vergleich zum zweiten Quartal um 29 Prozent auf 2,41 Milliarden Dollar. Arcelor-Mittal hielt zwar an seiner Aussage fest, dass der Gewinn im zweiten Halbjahr insgesamt höher ausfallen werde als vor einem Jahr, als der Branchenführer im vierten Halbjahr einen Verlust verbuchen musste. Erstmals seit Jahren jedoch nannte der Konzern keine genauen Gewinnprognosen für das angelaufene Vierteljahr. Branchenexperten stutzten daraufhin ihre Erwartungen an den Geschäftsverlauf deutlich.

An der Amsterdamer Börse gaben die Aktien von Arcelor-Mittal zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent nach. Im Zuge der Markterholung reduzierte das Papier im Handelsverlauf seine Verluste auf rund zwei Prozent.

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