Quartalszahlen
Auslandsgeschäft treibt Conergy an

Angetrieben vom Auslandsgeschäft hat der Solarkonzern Conergy im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen überraschend kräftigen Ergebniszuwachs verzeichnet. Mit den vorgelegten Zahlen übertrag das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.

HB FRANKFURT. Ein starkes Auslandsgeschäft hat dem Solaranlagenbauer Conergy im zweiten Quartal zu einem überraschenden Gewinnsprung verholfen. Die am Mittwoch vorgelegten Zahlen des Hamburger Unternehmens sind ein weiterer Beleg für die gute Konjunktur der deutschen Solarwirtschaft. „Mit unseren inzwischen über 2255 Mitarbeitern gewinnen wir weitere Marktanteile in den potenzialträchtigsten Märkten, wie den USA, Italien und Südostasien hinzu“, gab sich Conergy-Chef Hans-Martin Rüter optimistisch.

Der Quartalsüberschuss kletterte binnen Jahresfrist um ein Drittel auf 6,4 Millionen Euro. „Hierbei haben uns die festen Verkaufspreise im Markt und das günstige Dollarverhältnis geholfen“, erklärte Rüter. Vor Zinsen und Steuern nahm das Ergebnis auf 13,6 Millionen von 8,2 Millionen Euro im Vorjahr zu. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Conergy setzte im Quartal 245 Millionen Euro um - das sind 54 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Auftragsbestand übertraf Ende Juni mit 1,24 Milliarden Euro erstmals die Milliardenschwelle. Analysten äußerten sich positiv: „Dies ist eine sehr starke Entwicklung und sollte die Planungssicherheit für künftiges Wachstum erhöhen“, hieß es bei der Citigroup. Im zweiten Quartal erwirtschaftete Conergy 56 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Erstmals übertrumpfte das Auslandsgeschäft damit den Heimatmarkt.

Für das Gesamtjahr peilt Conergy nach wie vor einen Umsatz von 1,25 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 60 Millionen Euro an. Conergy macht traditionell auf Grund seines von der Witterung geprägten Geschäfts rund 50 Prozent seines Umsatzes im vierten Quartal. 2008 sollen die Erlöse auf 1,8 Milliarden Euro steigen. Wegen steigender Kapazitäten rechnet Firmenchef Rüter mit fallenden Preisen für den wichtigsten Rohstoff Silizium. Daher habe Conergy für nächstes Jahr erst kleinere Mengen des Rohstoffs erworben, sagte der Manager der Nachrichtenagentur Reuters. Den größten Teil seines Bedarfs habe sich Conergy bewusst noch nicht gesichert.

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