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Quartalszahlen: Demag Cranes übertrifft Erwartungen

Nach dem Krisenjahr 2009 füllen sich die Auftragsbücher von Demag Cranes wieder. Der Kranbauer prescht deshalb mutig voran.

Quelle: dpa
Quelle: dpa

HB DÜSSELDORF. Industrie- und Hafenkräne vom Düsseldorfer Hersteller Demag Cranes sind angesichts der Konjunkturerholung wieder gefragt. „Wir haben eine deutliche Auftragsbelebung in Deutschland“, sagte Firmenchef Aloysius Rauen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Im dritten Geschäftsquartal schwollen die Orderbücher um 40 Prozent auf 243 Mio. Euro an. Er sei optimistisch, dass der positive Trend anhalte.

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Dennoch werden Umsatz und Ergebnis in dem Ende September ablaufenden Geschäftsjahr 2009/10 nach Rauens Einschätzung deutlich unter den Vorjahreswerten liegen. Er peilt einen Umsatz von etwa 900 Mio. Euro an, rund 100 Mio. weniger als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (Ebit) soll 45 bis 50 (Vorjahr: 67,6) Mio. Euro erreichen. Rauen wagte damit erstmals eine präzise Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Im Zeitraum April bis Juni ließ die bislang schwache Auftragslage zwar den Umsatz um sieben Prozent auf 205,1 Mio. Euro schrumpfen. Kostensenkungen und das starke Servicegeschäft sorgten aber für einen Gewinnsprung: Das Ebit verdoppelte sich fast auf 10,0 Mio. Euro. Während das Wartungs- und Reparaturgeschäft 15,3 Mio. Euro einbrachte, fiel im Geschäftsbereich Industriekräne ein Minus von 1,6 Mio. Euro an und in der Hafentechnologie ein Verlust von 0,8 Millionen. Netto schaffte Demag mit 4,1 (minus 31,3) Mio. Euro die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

Die Wirtschaftskrise hatte Demag Cranes 2009 mit Wucht getroffen. Der Vorstand kappte die Kapazitäten und strich bis zu 750 der insgesamt 6000 Stellen. „Zum Geschäftsjahresende werden wir das Restrukturierungsprogramm fast vollständig umgesetzt haben. Das bringt uns jährliche Kostensenkungen von knapp 60 Mio. Euro“, betonte Rauen.

Die im MDax glisteten Titel notierten in einem schwachen Markt 0,5 Prozent im Minus. Die Bestellungen seien besser als geschätzt, aber Umsatz und Gewinn lägen unter den Erwartungen, urteilten die Analysten von Merck Finck. Experte Holger Schmidt von Equinet blieb zudem skeptisch bei den Auftragseingängen. Er glaubt, dass die tatsächliche Trendumkehr noch einige Zeit entfernt sei.

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