Quartalszahlen

Ein trauriger Tag für die Solarbranche

Viele Unternehmen aus der Solarbranche präsentieren heute schwache Bilanzen. Die Probleme drohen die Firmen zu erdrücken. Nur eine Firma konnte trotz der Krise Gewinne einfahren.
Update: 11.08.2011 - 14:02 Uhr 17 Kommentare
Schlechte Aussichten: Die deutsche Solarbranche steckt in der Krise. Quelle: dapd

Schlechte Aussichten: Die deutsche Solarbranche steckt in der Krise.

(Foto: dapd)

DüsseldorfQ-Cells galt einst als Branchenliebling: Der Solarzellenhersteller aus Sachsen-Anhalt war weltweit das größte Unternehmen seiner Art. 2009 wurde Q-Cells noch als „Business of the Year“ ausgezeichnet: Wegen außergewöhnlicher Finanzergebnisse, starkem Wachstum und Marktführerschaft.

Doch das war einmal: Nachdem Q-Cells am Mittwoch seine Bilanz vorstellte, stürzte der Kurs der Aktie um 18 Prozent ab. Und das lag nicht nur an der allgemeinen Panik der Frankfurter Trader, sondern auch an den schlechten Zahlen des Solarzellenbauers: Q-Cells hatte im zweiten Quartal 355 Millionen Euro Verlust gemacht – und dass, obwohl sich die Verkäufe im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten verdoppelt hatten.

„2011 wird ein schwieriges Jahr“, sagt der Vorstandsvorsitzende Nedim Cen in einer eilig einberufenen Telefonkonferenz und kündigte einen weiteren Abbau von Stellen in der deutschen Fertigung von Solarzellen und in der Verwaltung an. Doch selbst das könnte nicht reichen, um das Unternehmen aus der Krise zu führen. „Wenn sie überleben wollen, ist eine Option ein Investor von außerhalb“, sagt der Analyst Lars Dannenberg von der Berenberg Bank in London. Q-Cells benötige mehr Kapital, da im nächsten Februar eine Anleihe über 211 Millionen Euro fällig werde.

Auch dem angeschlagenen Solarmodulhersteller Solon sitzen die Gläubiger im Nacken. Seit Monaten verhandelt Solon-Chef Stefan Säuberlich über die Verlängerung von Krediten über 275 Millionen Euro. „Wir sind zuversichtlich, dass wir im vierten Quartal mit den Banken zu einem Abschluss kommen“, sagt Säuberlich.

Solon und Congergy am Fliegenfänger
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17 Kommentare zu "Quartalszahlen: Ein trauriger Tag für die Solarbranche"

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  • Wer Eigentümer einer Immobilie ist, sollte noch dieses Jahr über die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage nachdenken. In 2011 gibt es noch eine garantierte Einspeisevergütung von 0,2874 €/kwh + noch einen Rabatt von 0,16 €/kwH wenn >30% des erzeugten Stroms selber verbraucht wird. Die Anlage ist trotz einer Anschaffung von ca. 25.000 € nach 10 Jahren abbezahlt und danach macht man nur noch Gewinn. Zudem ist eine PV-Anlage steuerlich absetzbar, da man die MwSt. voll ansetzen kann und diese zu 100% vom Finanzamt erstattet bekommt. Wir wohnen im Rhein-Sieg Kreis und wenn man nur die niedrigste Anzahl an Sonnenstunden im Jahr (980) ansetzt, kommt man auf Renditen von ca. 6-7% p.a. Und keiner weiß heute wie teuer der Strom in 10 Jahren sein wird, ich lach mich dann schlapp weil ich völlig unabhängig bin und vor hohen Strompreisen, die andere teuer einkaufen müssen, geschützt bin.

  • Jemand spricht mir aus dem Herzen. Wenn man mal überlegt, dass eine Bundeskanzlerin angeblich einen Dr. in Physik gemacht haben will und dann von "Erneuerbaren Energien" spricht, dann denkt man sich wieviel geistige Schwäche darf man besitzen und trotzdem ein Land regieren. Manchmal wünsche ich mir, dass ich so einen Dreck wie Dschungelcamp oder DSDSDSDSD schauen kann ohne darüber nachzudenken. Dann würde ich zu dem verblödeten Teil der Deutschen gehören und was unsere Politiker für einen Schwachsinn verbocken, wäre mir dann egal. Jeder, der von Erneuerbaren oder Regenerativen Energien spricht, ist entweder noch nicht aus der Grundschule oder muss ein ganz, ganz dummer Mensch sein.

  • Die Quelle? Sonne und Wind werden nicht weniger, wenn man sie verwendet. Öl und Uran schon.

  • Wieso eigentlich immer der Unsinn "Erneuerbare Energie". Man kann Energie nicht erneuern

  • Auch dort, wo nicht sofort abgeschaltet wird, gibt es ein Umdenken. Am 10. Mai kam die Meldung: "Die japanische Regierung lässt den Plan für einen weiteren Ausbau der Atomenergie fallen. Ministerpräsident Naoto Kan sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, Japan müsse nach der Fukushima-Katastrophe seine langfristige Energiepolitik vollständig neu überdenken."
    Kernkraft ist nicht sicher. Erneuerbare Energien werden als Ersatz benötigt.

  • Die IAO als Quelle ... das ist dann also der günstigste errechenbare Wert, unter Vernachlässigung aller externalisierbaren Kosten. Warum nennen Sie uns eigentlich nicht die Kosten des in Finnland in Bau befindlichen AKW, für eine Kostenrechnung hierzulande wäre das wesentlich aussagekräftiger.

  • Die Kernkraft wird in Deutschland, und nur in Deutschland abgeschaltet um die Solar- und Windkraftbranche weiter zu unterstützen. Die 4. Generation KKW ohne lange strahlenden Müll bauen derweil unsere Nachbarn und China. Ich bekomme übrigens 52 Cent/kWh für meine Photovoltaik.
    Irrenhaus Deutschland!

  • Noch kann die Solarbranche Millionen für Werbung in der Bundesliga ausgeben, so schlecht kann es ihr also nicht gehen. Aber jammern gehört ja zum Geschäft.

  • Solarstrom kostet in Deutschland etwa 23 Cent/kWh und ist kurz davor günstiger zu werden als Strom aus dem Netz. Wer dabei etwas von 50 Cent/kWh erzählt, lebt wahrscheinlich hinter dem Mond.
    Würden sämtliche staatliche Subventionen, die seit den 60er Jahren in Atomkraft geflossen sind und andere gesellschaftliche Kosten, die durch den Bau von Atomkraftwerken entstanden sind, hinzuzählen müsste Atomstrom mindestens 40 Cent/kWh kosten. Würde man die Kosten für eine Versicherung gegen die möglichen Schäden eines Super-GAU hinzurechnen, kostete Atomstrom zwischen 60-200 Cent/kWh. (ref: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,761826,00.html)
    Es ist natürlich verständlich, dass keine Unternehmen, wie EON, RWE, etc. auf einen Reingewinn von etwa einer Mio. EUR pro Tag (!) verzichten möchte und daher jedes noch so unverschämte Mittel benutzt, die erneuerbare Energiequellen schlecht zu reden. Es gibt dort ganze PR-Abteilungen, die sich damit beschäftigen!

    Erneuerbare Energien sind Grundlage für die Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte. Wir sollten dabei auch die Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen nicht vergessen, oder möchten wir Tonnen von radioaktivem Müll vererbt bekommen. Reichen die Milliarden EUR Staatsschulden da nicht schon?!

  • Haben Sie auch die Kosten für die Endlagerung des Atommülls miteigerechnet?
    Kosten, die in den nächsten 1000 Jahren und länger entstehen. Glauben Sie wirklich, dass die paar Kröten, die heute dafür zurückgeklegt werden, auch nur annähern ausreichen werden.
    Natürlich nicht, denn wäre der Atomstrom deutlich teurer als regenerativ erzeugter Strom.
    Hier werden wie immer die Kosten in de Zuzkunft verlagert.

    Und wer blauäugig glaubt, dass in unseren ach so sicheren Atomkraftwerken weniger gschlampt wird als in Fukushima, der dürfte sich gewaltig irren. Die Vorgaben der Atombehörde werden von keinem Atomkraftwerk in Deutschland erfüllt, es wird über auch nicht kontrolliert. Was soll da sicher sein?
    Der Weg weg von der Atomkraft ist richtig, es ist nur die Frage, ob er in der vorgegebenen Zeit machbar ist.

    Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima .... wenn es ein richtiges Problem gibt, ist es nicht beherrschbar.

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