Quartalszahlen
Euro-Schwäche schiebt Fiat Chrysler an

Der Autobauer Fiat Chrysler hat im ersten Quartal einen Überschuss von 92 Millionen eingefahren. Der Konzern verkaufte zwar weniger Autos, Umsatz und Gewinn stiegen jedoch. Die Aktionäre zeigen sich erfreut.
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MailandFiat Chrysler hat dank guter Geschäfte in Nordamerika seinen Gewinn deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis kletterte im ersten Quartal um mehr als ein Fünftel auf 800 Millionen Euro, wie der weltweit siebtgrößte Auto-Hersteller am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem höheren Wert gerechnet. Wie viele Konkurrenten hat Fiat Chrysler Probleme in Lateinamerika, wo sich die Konjunktur nicht nur in Brasilien abkühlt. Der Umsatz des italienisch-amerikanischen Konzerns stieg insgesamt um 19 Prozent auf 26,4 Milliarden Euro.

Der Gewinn in Nordamerika kletterte unter anderem dank höherer Preise und Absätze um 60 Prozent. Die Region ist seit 2009, als Fiat die Führung von Chrysler übernahm, der wichtigste Gewinnmotor.

In Lateinamerika musste der Konzern Federn lassen und verbuchte einen operativen Verlust. Noch vor drei Jahren machten die Geschäfte dort fast ein Drittel des weltweiten Gewinns aus und konnten die längere Schwäche-Phase in Europa ausgleichen. Im vergangenen Jahr sank der Beitrag aber auf lediglich fünf Prozent. In Brasilien ist Fiat Chrysler zwar Marktführer. Erst in dieser Woche eröffnete das Unternehmen eine neue Fabrik in dem Land.

Angesichts der stagnierenden Wirtschaft wird aber damit gerechnet, dass der Auto-Absatz dort in diesem Jahr um 13 Prozent einbricht. Auch den Autobauern Ford und GM hatte zuletzt das Lateinamerika-Geschäft zu schaffen gemacht.

Fiat Chrysler will die Sportwagen-Tochter Ferrari abspalten. Für das dritte Quartal 2015 sei ein Börsengang geplant. Dann sollen zehn Prozent von Ferrari an den Aktienmarkt gebracht werden. Zu Beginn des kommenden Jahres würden dann die übrigen Anteile an Fiat-Chrysler-Aktionäre übertragen.

An der New Yorker Börse notierten Aktien von Fiat Chrysler 2,7 Prozent im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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