Quartalszahlen
Evonik spart sich durch die Krise

Evonik konnte im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn dank der laufenden Sparbemühungen steigern. Der Umsatz brach gegenüber dem Vorjahr deutlich ein, zog im Vergleich zum Vorquartal aber bereits wieder an. Im Hinblick auf das Gesamtjahr zeigt sich Evonik jedoch weiter vorsichtig.
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HB DÜSSELDORF. Der Mischkonzern Evonik federt mit seinem Sparprogramm die Folgen der Wirtschaftskrise ab. Zudem registrierte das Essener Unternehmen im drittel Quartal in einigen Feldern seiner wichtigen Chemiesparte eine Belebung. "Wir sind in rauer See auf Kurs", erklärte Evonik-Chef Klaus Engel am Montag. "Unsere Anstrengung zur Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung greifen."

Im dritten Quartal kam Evonik langsam aus der schwersten Rezession in der Chemie-Branche seit dreißig Jahren heraus. Der Umsatz brach zwar um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,3 Mrd. Euro ein, im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 legten die Erlöse jedoch um acht Prozent zu.

Dank Einsparungen beim Personal konnte der Konzern erstmals in diesem Jahr das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das Ebitda kletterte um 18 Prozent auf 629 Mio. Euro, das Ebit legte auf 430 (327) Mio. Euro zu, der Überschuss stieg auf 168 (72) Mio. Euro an. Damit schnitt Evonik besser als mancher Konkurrent ab - der Wettbewerber Lanxess hatte im dritten Quartal etwa einen Rückgang beim Ebitda verbuchen müssen.

Die Schulden konnte Evonik mit seinen Sparten Chemie, Immobilien und Energie um knapp 500 Mio. Euro reduzieren. Die Anteilseigner - der Finanzinvestor CVC und die RAG-Stiftung, unter deren Dach der deutsche Steinkohlebergbau gebündelt ist - erhielten zudem ihre Dividende für 2008. Der Essener Konzern schüttete 280 Mio. Euro aus, für 2009 sollen es 320 Mio. Euro werden.

Engel zeigte sich zuversichtlich, das Sparziel von 300 Mio. Euro in diesem Jahr übertreffen zu können. Für das Gesamtjahr bleibt er trotz einer Belegung in einzelnen Bereichen seines Chemie-Geschäfts weiter vorsichtig und rechnet mit deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinn.

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