Quartalszahlen fiehlen gut aus
ABB ist auf dem Weg der Besserung

Der Elektrotechnikkonzern ABB hat das erste Quartal 2005 mit guten Zahlen abgeschlossen. Soviel Umsatz und Gewinn hatten die Analysten nicht erwartet.

HB ZÜRICH. „Nachdem das Geschäftsumfeld weiter von Volatilitäten geprägt ist, kann das EBIT-Margenziel der Division Energietechnik von zehn Prozent für das Jahr 2005 nicht bestätigt werden,“ teilte ABB am Donnerstag bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen in Zürich mit.

Der Reingewinn stieg im ersten Quartal von 1 im Vorjahr auf 199 Millionen Dollar. ABB führte dies neben der Zunahme des Betriebsergebnisses (Ebit) von 247 auf 391 Millionen Dollar auf den verringerten Verlust aus nicht weitergeführten Aktivitäten zurück.

Der Umsatz wuchs den Angaben zufolge um zwölf Prozent auf 5,09 Milliarden Dollar. Der Auftragseingang habe um acht Prozent auf 6,26 Milliarden Dollar zugenommen.

Analysten waren von den Zahlen positiv überrascht. Für das erste Quartal hatten sie durchschnittlich einen Umsatz von 4,95 Milliarden Dollar, ein Betriebsergebnis von 307 Millionen Dollar und einen Gewinn von 122 Millionen Dollar erwartet.

ABB sei gut ins Jahr 2005 gestartet, hieß es aus dem Unternehmen. Der Konzern verwies auf die Senkung der Konzernkosten, verbesserte betriebliche Abläufe und eine positive Marktentwicklung hin. Die Auftragslage habe sich in den meisten Kundensegmenten, so auch in den Sektoren Energieversorgung, Öl und Gas, Mineralstoffe und Bergbau sowie Chemie verbessert. Das zweistellige Auftragswachstum in Nordamerika sei unter anderem auf die weitere Erholung der Nachfrage nach Ausrüstung für die Stromübertragung zurückzuführen.

ABB bestätigte die im Februar gesenkte Zielmarke für die Betriebsgewinnmarge des Konzerns 2005 von 7,7 Prozent. Neue Finanzziele für die Periode 2006 bis 2009 will der Konzern Anfang September veröffentlichen.

ABB war in den 90er Jahren durch eine Phase ungezügelter Expansion gegangen. Als sich die Konjunktur dann abschwächte und die Asbest-Schadenersatzforderungen dazu kamen schrieb der Konzern rote Zahlen. Die Verluste summierten sich in drei Jahren zu einem Minus von über zwei Milliarden Dollar und brachten den Konzern an den Rand des Zusammenbruchs.

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