Quartalszahlen
Fraport will mehr verdienen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber schraubt seine eigenen Gewinnziele leicht nach oben. Und das, obwohl es im abgelaufenen Quartal gar nicht so üppig aussah. Analysten hatten ein klein wenig mehr erwartet.
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HB FRANKFURT. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat trotz eines überraschend niedrigen Quartalsgewinns die Jahresprognose leicht angehoben. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) werde sich voraussichtlich auf 530 bis 540 Mio. Euro belaufen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit. Bislang hatte der Vorstand 500 bis 530 Mio. Euro erwartet. Mit 492,5 Mio. Euro hat das Unternehmen den Löwenanteil davon jedoch bereits in den ersten neun Monaten erreicht. Am größten Konzernflughafen in Frankfurt erwartet Fraport weiterhin fünf bis sechs Prozent weniger Fluggäste als im Vorjahr.

Im dritten Quartal verdiente Fraport unterm Strich 56,1 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen mehr als doppelt so hohen Gewinn ausgewiesen, unter anderem wegen einer Sonderzahlung aus Bundesgarantien. Das EBITDA schrumpfte nun von Juli bis September um zehn Prozent auf 186,4 Mio. Euro. Der Umsatz gab um vier Prozent auf 532,7 Mio. Euro nach, nachdem der verkaufte Hunsrück-Flughafen Hahn seit diesem Jahr nicht mehr in die Konzernzahlen eingeht.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nach eigenen Angaben in Frankfurt noch mit einem Rückgang der Fluggastzahlen um fünf bis sechs Prozent. Damit fällt die Prognose etwas optimistischer aus als nach dem zweiten Quartal. Eine massive Ausbreitung der Schweinegrippe könne aber zu weiteren Einbußen führen. Im kommenden Jahr würde sich der Luftverkehr aber voraussichtlich von der Krise erholen. Mit der Fertigstellung der neuen Landebahn 2011 hofft der Konzern, überproportional vom erwarteten Aufschwung zu profitieren.

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