Quartalszahlen für Europa
Volvo und Co. machen Ford zu schaffen

Nicht genug, dass der US-Autobauer Ford im eigenen Land einen Millionenverlust im vergangenen zweiten Quartal angehäuft hat. Auch das Europa-Geschäft machte Miese. Das lag aber nicht an der Marke Ford selbst, denn die war erfreulich profitabel, sondern an den teuren Schwestermarken Jaguar, Volvo, Land Rover und Aston Martin.

HB FRANKFURT. Von März bis Juni verbuchte der weltweit zweitgrößte Autohersteller in Europa einen Vorsteuerverlust von 57 Mill. Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Dearborn im US-Bundesstaat Michigan mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatten Ford Europe und die Premier Automotive Group (PAG), in der die Schwestermarken gebündelt sind, vor Steuern noch 83 Mill. Dollar verdient.

Die Marke Ford alleine steigerte im zweiten Quartal in Europa trotz eines Umsatzrückganges ihren Vorsteuergewinn von 66 auf 105 Mill. Dollar. Die Verbesserung begründete das Unternehmen mit gesunkenen Materialkosten. Den Umsatz bezifferte Ford auf 7,4 Mrd. Dollar, eine halbe Mrd. weniger als im Vorjahreszeitraum.

Luxussparte kräftig im Minus

Die Luxussparte verbuchte hingegen ein Minus vor Steuern von 162 Mill. Dollar im zweiten Quartal nach einem Vorsteuergewinn von 17 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank leicht von 7,8 auf 7,8 Mrd. Dollar. Das Unternehmen begründete den Verlust mit dem gesunkenen Marktanteil von Volvo und Rückstellungen für Garantieleistungen. Außerdem seien günstige Währungssicherungsgeschäfte ausgelaufen.

Wegen des guten Abschneidens der Marke Ford in Europa soll in den kommenden Monaten die Produktion in den hiesigen Werken um 38 000 Autos auf 410 000 gesteigert werden. In den USA hingegen fährt der Konzern die Produktion zurück: um 58 000 auf 670 000 Autos. Denn hier laufen die Geschäfte schlecht. Ford blieb im zweiten Quartal in Nordamerika auf seinen Geländewagen und Pickups sitzen. Dabei waren es gerade diese großen Autos, die früher die Gewinne einbrachten. Jetzt aber, da die Spritpreise auch in den USA gestiegen sind, kaufen die Amerikaner lieber sparsamere Autos – und das trotz hoher Rabatte, die sich zusätzlich negativ auf die Bilanz auswirkten.

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