Quartalszahlen
General Electric übertrifft die Erwartungen

Heute ist einer der wichtigsten Tage in der US-Bilanzsaison. Viele Augen schauen auf die Ergebnisse der Großbanken Citigroup und Bank of America. Aber auch die Zahlen von General Electric (GE) sind bedeutend - vor allem als Gradmesser für den Zustand der Konjunktur.

HB BOSTON. Der Gewinn des größten US-Mischkonzerns General Electric(GE) ist im zweiten Quartal um fast die Hälfte eingebrochen. Die Schwäche der Finanzdienstleistungssparte habe sich jetzt auch auf die Schwerindustrie ausgebreitet, teilte der Siemens -Konkurrent am Freitag mit. Das Nettoergebnis fiel auf 2,67 Mrd. Dollar von 5,07 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Allein der Gewinn der Technik-Sparte, zu der auch die Flugzeug-Triebwerke gehören, ging um elf Prozent zurück. Die Erlöse sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 39,1 Mrd. Dollar gesunken.

Das breit aufgestellte Schwergewicht gilt als Barometer für die Entwicklung der gesamten US-Wirtschaft. Dementsprechend zeigten sich die meisten Analysten von den schlechter als erwartet ausgefallenen Umsatzzahlen beunruhigt. Sie hatten mit Erlösen von 42,1 Mrd. Dollar gerechnet. Beim Gewinn je Aktie hingegen übertraf GE die Erwartungen.

Die Anleger straften den Wert vor allem aufgrund der schlechten Umsatzzahlen ab. Vorbörslich sanken die Aktien um mehr als drei Prozent. In diesem Jahr ist der GE-Wert bereits um rund 24 Prozent gefallen und damit deutlich mehr als der Dow Jones. Peter Sorrentino von Huntington Asset Advisors nannte die Erlöse einen Fehlschlag. Laut Owen Ireland von ODL Securities sind die Zahlen wenig inspirierend.

Der Konzern aus Fairfield im Bundesstaat Connecticut konkurriert weltweit neben Siemens mit dem Schweizer Unternehmen ABB und der französischen Industriegruppe Alstom. GE, dessen Spektrum vom Kreditgeschäft bis zum Bau von Lokomotiven reicht, hat lediglich in der Energie-Sparte einen Gewinn erzielt. Diese stellt beispielsweise Ausrüstung für die Öl- und Gasproduktion her. Im vergangenen Quartal konnte GE noch aufgrund einer starken Turbinensparte den Markt mit besser als erwarteten Zahlen überzeugen. Wie bereits in den vergangenen Quartalen erwies sich der Finanzarm GE Capital erneut als schwächstes Glied. Der Bereich ist nach wie vor von den früheren hohen Investitionen im Immobilienmarkt und dem schwachen Kreditgeschäft belastet.

Für das Gesamtjahr gab sich GE-Chef Jeffrey Immelt zuversichtlich. GE Capital sei gestärkt und die Kosten seien konzernweit dramatisch reduziert worden. Es werde in neue Produkte investiert und der Konzern positioniere sich aussichtsreich in den Schlüsselmärkten.

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