Quartalszahlen
Gewinn von Exxon Mobil sinkt

Der Ölkonzern Exxon Mobil hat im ersten Quartal 2012 weniger verdient als noch vor einem Jahr. Trotz der hohen Ölpreise sank der Gewinn um mehr als eine Milliarde Dollar. Ein Trend, den die ganze Branche spürt.
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New York/Irving/LondonDer US-Ölkonzern Exxon Mobil hat im ersten Quartal trotz der höheren Ölpreise weniger verdient als vor einem Jahr. Der Nettogewinn sank auf 9,5 Milliarden Dollar von 10,65 Milliarden Dollar, teilte das Management am Donnerstag vor New Yorker Börsenbeginn mit. Gründe waren nach Unternehmensangaben vom Donnerstag eine gesunkene Öl- und Gasförderung, gestiegene Kosten und ein schwächelndes Chemiegeschäft. Die Produktion in Öläquivalenten sank um mehr als fünf Prozent. Die Exxon-Aktie gab um annähernd zwei Prozent nach.

Beim Rivalen Shell fiel der Gewinn um ein Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Es sei davon auszugehen, dass der Ölpreis in den nächsten Monaten starken Schwankungen unterworfen sei, teilte der britisch-niederländische Konzern mit.

Bereits der US-Konzern ConocoPhillips hatte einen leichten Gewinnrückgang auf 2,9 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Das ist ungewöhnlich für die Ölmultis, die im vergangenen Jahr zu den absoluten Spitzenverdienern in der Unternehmenswelt gehörten.

Sorgen machen muss man sich um die Branche aber nicht: Angesichts anhaltend hoher Spritpreise scheffeln die Ölmultis auch weiterhin Milliarden. Der Umsatz von ExxonMobil legte um neun Prozent auf 124 Milliarden Dollar zu, Shell verbesserte sich auf 119 Milliarden Dollar. Nachdem Ende 2011 niedrigere Gaspreise das Ergebnis des Konzerns stark belastet hatten, konnte Shell dies nach eigenen Angaben mit neuen Projekten wettmachen. Es gebe weiter eine starke Nachfrage nach Energie, sagte Konzernchef Peter Voser. Die Schwankungen seien aber wegen wirtschaftlicher und politischer Einflüsse hoch. Das Gasgeschäft in Nordamerika bleibe genauso wie das Raffineriegeschäft schwierig.

Exxon Mobil war 2011 nach einer Aufstellung des „Forbes“-Magazins das bestverdienende Unternehmen der Welt mit 41,1 Milliarden Dollar. Während die Autofahrer sich darüber ärgern dürften, freute sich Konzernchef Rex Tillerson. Er kassierte insgesamt 34,9 Millionen Dollar und damit 21 Prozent mehr als noch 2010.

Shell landete in der „Forbes“-Liste auf Rang vier mit einem Gewinn von 30,9 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. Von dem Geldsegen profitieren auch die Aktionäre: Bei Shell stieg die Quartalsdividende um zwei Prozent auf 43 Cent. Dies ist die erste Dividendenerhöhung seit 2009. ExxonMobil erhöhte seine Ausschüttung sogar um 21 Prozent auf 57 Cent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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