Quartalszahlen
Gewinn von Wincor Nixdorf verdoppelt

Der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf wird selbst zur Geldmaschine. Der Gewinn hat sich im ersten Halbjahr verdoppelt. Doch es könnte die letzte Bilanz in Eigenständigkeit sein.

DüsseldorfDank Kosteneinsparungen hat der Paderborner Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf in den ersten sechs Monaten seines Bilanzjahres 2015/16 seinen Gewinn mehr als verdoppelt. „Unser Transformationsprogramm greift über Erwarten gut. Wir kommen schneller als erwartet voran und haben einen geringeren Kostenaufwand als ursprünglich eingeschätzt“, erklärte Vorstandschef Eckard Heidloff am Donnerstag.

So stieg im Zeitraum Oktober bis März der operative Gewinn (Ebita) um 96 Prozent auf 108 Millionen und der Überschuss um 103 Prozent auf 63 Millionen Euro. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 1,309 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr bekräftigte Heidloff seine bereits angehobene Prognose für das Ebita vor Restrukturierungsaufwendungen von 160 bis 190 Millionen Euro. Beim Umsatz rechnet er nun mit einem moderaten Anstieg.

Der Paderborner Geldautomatenhersteller lässt sich derzeit von seinem US-Konkurrenten Diebold übernehmen. Gemeinsam kommen Diebold und Wincor auf 4,8 Milliarden Euro Umsatz und könnten damit zum Weltmarktführer NCR aus den USA aufschließen. Diebold und Wincor reagieren mit der Fusion auf den Umbruch in der Geldautomaten-Branche. In Ländern wie den USA oder Schweden spielt Bargeld eine immer geringere Rolle, so dass sich die Hersteller nach anderen Erlösquellen, etwa als Software- und Dienstleistungs-Anbieter, umsehen müssen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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