Quartalszahlen
Heidelberg-Cement mit hohem Verlust

Deutschlands größter Zementhersteller, Heidelberg-Cement, ist mit einem hohen Verlust ins erste Quartal gestartet. Schuld daran war nicht nur das Wetter. Das Gesamtjahr soll aber besser werden.

HB HEIDELBERG. Das Unternehmen teilte am Mittwoch in Heidelberg bei der Vorlage der Quartalszahlen mit, bei leicht gestiegenem Umsatz habe der operative Verlust in den ersten drei Monaten 35 Millionen Euro betragen nach einem Verlust von 33 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten für das erste Vierteljahr im Durchschnitt mit einem operativen Verlust von lediglich 21 Millionen Euro gerechnet.

Die Erlöse im ersten Vierteljahr stiegen auf 1,355 (Vorjahreszeitraum: 1,347) Milliarden Euro. Vor Steuern habe der Verlust 99 (minus 83) Millionen Euro betragen.

„In den EU-Ländern verlangsamte sich die wirtschaftliche Dynamik auch bedingt durch die stark steigenden Rohstoffpreise deutlich“, erklärte das im Nebenwerte-Index MDax notierte Unternehmen. „Der strenge Winter beeinträchtigte im ersten Quartal einen Großteil Europas.“ Hingegen hätten die Regionen Nordamerika, Asien und Türkei einen positiven Ergebnisbeitrag geliefert.

Vorstandschef Bernd Scheifele sagte am Mittwoch in einer Telefonkonferenz, das Unternehmen rechne für das Gesamtjahr mit einem „moderaten“ Anstieg von Umsatz und Absatz. Unter moderat sei dabei ein Zuwachs von rund fünf Prozent zu verstehen, präzisierte Scheifele anschließend. Eine Ergebnisprognose wollte Scheifele noch nicht abgeben. Dafür sei es noch zu früh, nähere Aussagen seien erst nach dem ersten Halbjahr möglich.

Im ersten Quartal liegt die Produktion bei europäischen Baustoffherstellern zumeist wegen der Witterung und Reparaturarbeiten still, zudem ruht wegen der klimatischen Bedingungen die Arbeit auf den meisten Baustellen. Ungünstige Wechselkurse zum Dollar fraßen bei Heidelberg-Cement zudem einen Großteil der Umsatzzuwächse auf.

Durch die vorzeitige Teil-Ablösung einer hochverzinslichen Anleihe zum Schuldenabbau fielen bei Heidelberg-Cement zudem zusätzliche Kosten in Höhe von 21 Millionen Euro an, da Vorfälligkeitsentschädigungen gezahlt werden mussten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%