Quartalszahlen
Johnson & Johnson profitiert von Pharmageschäft

Die Gewinnzahlen von Johnson & Johnson übertreffen selbst die Analystenschätzungen. Der US-Konzern hebt seinen Jahresausblick an, die Aktie legt zu. Der Grund: Das Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneien.
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FrankfurtDas Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneien sorgt beim US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) für mehr Gewinn. Das auch für seine Penaten-Babycreme und Listerine-Mundspülungen bekannte Unternehmen übertraf mit seinen am Dienstag veröffentlichen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten.

J&J hob zudem den Geschäftsausblick für das Gesamtjahr an. Die J&J-Aktie legte daraufhin an der US-Börse zeitweise mehr als 1,6 Prozent zu.

Johnson & Johnson baute seinen Gewinn im dritten Quartal binnen Jahresfrist leicht um 0,5 Prozent auf 2,98 Milliarden Dollar aus. Pro Aktie verdiente der Konzern vor Sonderposten 1,36 Dollar - Analysten hatten nur mit 1,32 Dollar gerechnet. Der Unternehmen, das unter anderem Kooperationspartner von Bayer bei dessen lukrativem Schlaganfallpräparat Xarelto ist, setzte von Juli bis September 17,58 Milliarden Dollar um - ein Zuwachs von 3,1 Prozent.

Für das Gesamtjahr stellte die Konzernführung nun einen Gewinn je Aktie von 5,44 bis 5,49 Dollar in Aussicht nach 5,10 Dollar 2012. Bislang hatte der Konzern aus New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey für dieses Jahr 5,40 bis 5,47 Dollar angepeilt.

Wie schon in den vorangegangenen Quartalen profitierte J&J auch im dritten Jahresviertel vor allem von einem florierenden Pharmageschäft. Im Unterschied zu anderen US-Konzernen muss J&J derzeit keine großen Patentausfälle verkraften. J&J baute seine Arzneimittelumsätze im abgelaufenen Quartal weltweit um fast zehn Prozent auf 7,04 Milliarden Dollar aus. Umsatzstützen waren das Krebspräparat Zytiga, die Arthritis-Mittel Simponi und Remicade sowie das Medikament Stelara gegen Schuppenflechte.

Die nach wie vor schwache US-Konjunktur dämpfte dagegen das Medizintechnikgeschäft - die Spartenumsätze sanken um zwei Prozent auf 6,93 Milliarden Dollar. J&J bekam unter anderem zu spüren, dass in den USA manche Patienten wegen der unsicheren Wirtschaftslage nicht unbedingt notwendige Operationen verschieben.

Im Geschäft mit Konsumgüterprodukten setzte J&J 3,61 Milliarden Dollar um - ein Plus von 0,8 Prozent. Zuletzt hatten Rückruf-Aktionen bei mehreren rezeptfreien Präparaten und Gesundheitsprodukten, darunter die bekannten Schmerzmittel Tylenol und Motrin, die Entwicklung der Sparte gedämpft. J&J hatte unter anderem mit Qualitätsproblemen in seiner Produktion in Puerto Rico zu kämpfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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