Quartalszahlen
K+S streut weiter keine Prognose

K+S bleibt übervorsichtig: Der Düngemittel- und Salzhersteller wagt wegen der bestehenden Unsicherheit weiterhin keine konkreten Prognosen für das Gesamtjahr. Nur so viel ist klar: Es werden äußerste schwierige Monate.

FRANKFURT. Eigentlich wollte K+S-Chef Norbert Steiner wie gewohnt mit der Vorlage des Halbjahresberichts die Umsatz-und Ergebniserwartungen für das laufende Jahr verkünden. Doch die Geschäfte insbesondere mit Düngemitteln laufen schlecht. Die weitere Entwicklung der Nachfrage ist so unsicher, dass es gestern von dem Kasseler Dax-Unternehmen nur qualitative Beschreibungen gab, wie das Geschäftsjahr 2009 insgesamt ausfallen werde. Der Umsatz werde „spürbar sinken“, das operative Ergebnis wie auch das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern jeweils „stark zurückgehen“.

Viele Analysten waren mit dieser Art der Prognose nicht zufrieden. „Die schwachen Ergebnisse und der fehlende Ausblick liefern kaum Nahrung für Optimismus“, meinte Equinet-Analyst Michael Schäfer. Mit einem unerwarteten starken Einbruch im zweiten Quartal hat K+S die Erwartungen der meisten Analysten verfehlt. Der Umsatz schrumpfte von April bis Juni um 38 Prozent auf 739 Mio. Euro, das operative Ergebnis brach auf 18 Mio. Euro ein, nachdem es im Vorjahresquartal noch 326 Mio. Euro betragen hatte. „Die Landwirtschaft hält sich beim Kauf von Düngemitteln nach wie vor stark zurück“, erklärte Steiner.

Unter dem Strich rutschte der Konzern beim Ergebnis nach Steuern mit einem Minus von 44 Mio. Euro sogar in die Verlustzone. Vor allem Sicherungsgeschäfte, die K+S für den geplanten Kauf des Salzherstellers Morton Salt abgeschlossen hatte, belasteten das Quartalsergebnis einmalig.

K+S hatte im April bekannt gegeben, die amerikanische Morton Salt für knapp 1,7 Mrd. Dollar vom US-Chemiekonzern Dow Chemical zu übernehmen. Mit dem Zukauf werden die Kasseler zum weltweit größten Salzproduzenten aufsteigen. Allerdings soll der Zukauf erst Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden. Das Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. In der aktuellen Jahresprognose von K+S ist der Zukauf deshalb noch nicht berücksichtigt.

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