Quartalszahlen
Marke VW glänzt nach Sanierung

Die lange schwächelnde Kernmarke von Europas größtem Autokonzern Volkswagen entwickelt sich immer mehr zum Gewinnbringer. VW war nach einem harten Sanierungskurs erst im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Doch Audi bleibt das Maß aller Dinge im Konzern.

HB HAMBURG. Im ersten Quartal steigerte die Traditionsmarke den operativen Gewinn um ein Fünftel auf 461 Mill. Euro, wie der Wolfsburger Konzern am Mittwoch mitteilte. Dabei konnte der höhere Absatz und weitere Einsparungen die Belastungen durch ungünstige Wechselkurse mehr als wettmachen. An das hohe Gewinnwachstum von Audi reicht VW allerdings noch nicht heran: Die erfolgsverwöhnte Ingolstädter Schwestermarke schraubte ihren Betriebsgewinn um 28 Prozent auf 514 Mill. Euro hoch.

Auch die anderen Konzermarken verbesserten sich, wenn auch nicht so imposant. Der tschechische Autobauer Skoda steigerte den operativen Gewinn um sechs Prozent auf 182 Mill. Euro. Der lange angeschlagene spanische Autobauer Seat verbuchte einen kleinen Gewinn von zwölf Mill. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von elf Mill. Euro zu Buche gestanden hatte.

Am kräftigsten steigerte die Nutzfahrzeugsparte ihren Betriebsgewinn, nämlich um 56 Prozent auf 103 Mill. Euro. Kaum von der Stelle kam dagegen die Luxusmarke Bentley, deren operativer Gewinn bei 39 (Vorjahr: 38) Mill. Euro. stagnierte.

Der Konzern hatte vergangene Woche dank eines Verkaufsrekords Spitzenquartalszahlen vorgelegt. Der operative Gewinn kletterte insgesamt um 21 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Vor Steuern verdiente Volkswagen 1,4 Mrd. Euro und damit 28 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der vor der Mehrheitsübernahme durch Porsche stehende Autoriese verkaufte von Januar bis März weltweit 1,6 Mill. Fahrzeuge, sieben Prozent mehr als vor Jahresfrist und so viele wie nie in dem Zeitraum. Hohe Zuwächse erzielte Volkswagen vor allem in Asien, Osteuropa und Südamerika.

Für das laufende Jahr bekräftigte der Vorstand trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch den schwachen Dollar und die in den USA drohende Rezession seine Prognose, wonach Auslieferungen, Umsatz und operativer Gewinn die Vorjahreswerte übertreffen sollen.

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