Quartalszahlen
„Marlboro“-Konzern mit Gewinnplus

Auch in der Krise wird geraucht. Philip Morris hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ordentlich verdient. In Zukunft tut sich der Zigarettenkonzern mit einem schwedischen Wettbewerber zusammen, um rauchfreie Tabakprodukte zu entwickeln.

HB NEW YORK/LAUSANNE. Der "Marlboro"-Konzern Philip Morris International hat in seinem ersten Jahr nach der Abspaltung vom US-Konzern Altria deutlich mehr verdient. Der Gewinn stieg 2008 dank guter Geschäfte besonders in Osteuropa und in Schwellenländern um 14 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro). Der Umsatz wuchs um 15 Prozent auf 63,6 Milliarden Dollar.

Im Schlussquartal litt der Hersteller allerdings stark unter Währungseffekten, so dass der Gewinn zuletzt zurückging. Der wieder stärkere Dollar werde voraussichtlich auch im laufenden Jahr das Ergebnis sinken lassen, warnte der Konzern am Mittwoch.

Der US-Tabakriese Altria hatte vor knapp einem Jahr seine amerikanischen und internationalen Zigarettensparten aufgespaltet. Das komplette Geschäft außerhalb der USA wird nun als Philip Morris International (PMI) mit Sitz im schweizerischen Lausanne geführt. Der neue Konzern soll so auch vor Unwägbarkeiten des US-Marktes wie Raucherklagen geschützt werden und ist selbst börsennotiert.

Erst am Dienstag hatten PMI und der schwedische Hersteller Swedish Match ein Gemeinschaftsunternehmen für rauchfreie Tabakprodukte wie Kau- und Schnupftabak bekanntgegeben. Swedish Match zählt zu den weltweit größten Anbietern auf diesem Markt. Weil in vielen Ländern immer weniger Menschen rauchen, suchen klassische Zigarettenkonzerne nach neuen Wachstumsmöglichkeiten.

Im vierten Quartal fiel der Gewinn bei PMI vor allem wegen Währungseffekten und Sonderbelastungen um knapp acht Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um gut zwei Prozent auf 15,2 Milliarden Dollar. PMI sieht sich als weltweit führender Tabak-Konzern. Neben "Marlboro" verkauft er auch Marken wie "L&M" und "Chesterfield".

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