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Quartalszahlen: Merck schockiert Anleger: Gewinn fast halbiert

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im zweiten Quartal einen unerwartet kräftigen Gewinnrückgang verbucht. Die Erwartungen von Analysten hat das Unternehmen damit enttäuscht. Hinzu kommt ein Rückschlag für das Krebsmittel Erbitux. Anleger reagierten schockiert.

Tablettenproduktion bei Merck in Darmstadt. Das Unternehmen hat Anleger mit schlechten Nachrichten enttäuscht. Quelle: ap
Tablettenproduktion bei Merck in Darmstadt. Das Unternehmen hat Anleger mit schlechten Nachrichten enttäuscht. Quelle: ap

HB FRANKFURT. Mercks operative Gewinn sank binnen Jahresfrist um 42 Prozent auf 184,5 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit lag das Ergebnis klar unter dem Niveau des ersten Quartals von 198 Mio. und den von Analysten erwarteten 216 Mio. Euro. Unter dem Strich wies Merck einen Ergebnisrückgang nach Fremdanteilen von 207,4 auf 108,5 Millionen Euro aus.

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Merck verspürte zwar eine deutliche Erholung in seinem einst äußerst renditestarken Geschäft mit Flüssigkristallen, gab in der Pharmasparte aber mehr für Forschung und Entwicklung sowie für Marketing und Vertrieb aus als Experten erwartet hatten.

Anleger reagierten schockiert auf die Zahlen und einen Rückschlag für das Krebsmittel Erbitux. Zu Handelsbeginn verlor die Merck-Aktie rund 15 Prozent.

"Wir sind in der Lage, weiterhin in die Entwicklung innovativer Produkte zu investieren, die unsere Zukunft sichern werden", sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley. Die Biopharmaziesparte Merck Serono finanziere derzeit zehn internationale klinische Studien der späten Phase III - mehr als je zuvor in der Firmengeschichte. "Trotz der Wirtschaftskrise erwarten wir, die Prognose der Merck-Gruppe für 2009, die wir im Frühjahr bekannt gegeben haben, zu erfüllen", sagte Kley.

Für das Gesamtjahr rechnet Merck weiter mit einem Wachstum der Gesamterlöse von bis zu fünf Prozent - im zweiten Quartal lagen sie nahezu unverändert bei 1,9 Mrd. Euro. Die bereinigte operativen Umsatzrendite soll 2009 bei 15 bis 20 Prozent liegen. Hier kam Merck im vergangenen Jahresviertel auf 17,4 Prozent und im Vorjahreszeitraum auf 24,4 Prozent.

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