Quartalszahlen
Mischkonzern A-Tec schlägt Erwartungen

A-Tec ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Trotz sinkender Umsätze schrieb der österreichische Mischkonzern wieder schwarze Zahlen. A-Tec schnitt damit besser ab als erwartet.
  • 0

HB WIEN. Der österreichische Mischkonzern A-Tec Industries hat im dritten Quartal trotz gesunkener Umsätze wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 13 Mio. Euro in den Büchern nach einem Verlust von neun Mio. vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dies sei vor allem deshalb beachtlich, weil die Investitionstätigkeit in der Industriebranche weiter rückläufig sei, erklärte A-Tec-Chef und Mehrheitsaktionär Mirko Kovats.

Das in der Metallgewinnung und-veredelung, im Anlagenbau und der Antriebstechnik tätige Unternehmen mit Sitz in Wien schnitt damit besser ab als erwartet. A-Tec verwies zur Begründung auf einen positiven Ergebnisbeitrag der Division Mineral & Metals, wo es zu Aufwertungen bei den Kupfervorräten gekommen war. Zudem seien die Materialkosten gesenkt worden. 2008 hatte der starke Rückgang des Kupferpreises noch tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen.

An der Börse nahmen die Anleger die Zahlen positiv auf: Die A-Tec-Aktie stieg in einem freundlichen Wiener Gesamtmarkt 3,6 Prozent auf 11,24 Euro und führte damit die Gewinnerliste im Nebenwerte-Index ATX Prime an.

Der Umsatz sank im dritten Quartal um zwölf Prozent auf 675,4 Mio. Euro. Der Auftragseingang brach sogar um 83 Prozent auf 247,5 Mio. Euro ein. 2008 hatte A-Tec allerdings überdurchschnittlich viele Großaufträge im Anlagenbau an Land gezogen. Derzeit wird noch das prall gefüllte Auftragsbuch abgearbeitet. Analysten gehen davon aus, dass es im kommenden Jahr weiter bergauf geht. "In Summe geht es der A-Tec wie allen anderen Industriefirmen, sie hat das Schlimmste hinter sich", sagte Erste-Bank-Analyst Gerald Walek. Er begründete dies mit den krisenbedingt auf Eis gelegten Projekten der Industriebranche, die nun wohl 2010 realisiert würden.

Für das Gesamtjahr erwartet Kovats weiter einen Umsatz von rund drei Mrd. Euro nach 3,3 Mrd. im Jahr 2008. Die Prognose für die Umsatzrendite (Ebit-Marge) hat der Konzern inzwischen auf 3,5 von zuvor 3,0 Prozent nach oben geschraubt. Nach Einschätzung von Experten ist aber selbst dieses Ziel noch konservativ. "Ich denke, die 3,5 Prozent werden noch mal nach oben revidiert werden. Das würde sonst implizieren, dass sie im vierten Quartal ein negatives Ergebnis haben auf operativer Ebene", erklärte Analyst Walek. Nach neun Monaten lag die Ebit-Marge bei 4,6 Prozent. Walek zufolge sind gut vier Prozent auch für das Gesamtjahr realistisch.

Kommentare zu " Quartalszahlen: Mischkonzern A-Tec schlägt Erwartungen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%