Quartalszahlen
Norddeutsche Affinerie mit hohem Verlust

Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie macht die Wirtschaftskrise zu schaffen. Sie ist wegen des weltweiten Konjunkturabschwungs im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 tief in die roten Zahlen geraten.

HBHAMBURG. Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie (NA) hat nach dem ersten Quartalsverlust seit fünf Jahren wegen des scharfen Kupferpreiseinbruchs Ende 2008 die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr stark gedämpft. Eine kurzfristige deutliche Absatzerholung sei angesichts des „schwierigen Umfelds“ nicht zu erwarten, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Donnerstag in Hamburg mit.

>P>Das operative Ergebnis dürfte im laufenden Geschäftsjahr „deutlich unter den Rekordergebnissen des Vorjahres liegen“. Insbesondere wegen hoher Belastungen durch die Neubewertung der Kupferbestände rutschte der Konzern im ersten Quartal mit 98 (Vorjahr +60) Mio. Euro tief in die Verlustzone. Der Verlust war aber nicht so hoch wie von Analysten befürchtet.

Während sich der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 (Ende September) wegen der Vollkonsolidierung des belgischen Kupferproduzenten Cumerio um sechs Prozent auf 1,493 Mrd. Euro erhöhte, schlug der Preisrückgang auch beim Vorsteuerergebnis (EBT) mit einem Verlust von 124 (Vorjahr: +88) Mio. Euro negativ zu Buche.

Der Konzern übertraf damit gleichwohl die Ertragserwartungen der Analysten. Vor Bewertungseffekten von minus 143 Mio. Euro ergab sich den Angaben zufolge ein EBT von plus 19 (41) Mio. Euro. Grund für den Rückgang sei die Abschwächung des Produktgeschäftes und geplante Wartungsstillstände in Hamburg, Lünen und Pirdop. Die negativen Bewertungseffekte haben laut NA-Chef Bernd Drouven keinen Einfluss auf den Cash-Flow und die Dividendenhöhe für das laufende Geschäftsjahr.

Nachdem das erste Halbjahr 2008/09 noch von „erheblichen Unsicherheiten“ begleitet sein werde, sollte im weiteren Verlauf des Jahres eine „langsame Erholung“ einsetzen, hieß es. Allerdings seien derzeit alle Prognosen mit „erheblichen Unsicherheiten“ behaftet. Die verabschiedeten Konjunkturprogramme dürften aber zunehmend positive Impulse auf die Kupfernachfrage auslösen. Insgesamt dürfte sich die Absatzlage im zweiten Halbjahr wieder erholen. Das Absatzniveau des laufenden Geschäftsjahres werde aber deutlich unter dem Vorjahreswert erwartet. Dies könnte auch weitere Folgen für die Mitarbeiter haben.

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