Quartalszahlen
Pfizer entkommt der Konjunkturflaute

Der Pharmakonzern Pfizer hat im dritten Quartal von seinem Sparprogramm und positiven Währungseffekten profitiert: Der Gewinn je Aktie stieg auf 62 US-Cent. Das ist etwas mehr als erwartet. Außerdem bestätigte der Konzern den Ausblick für das laufende Jahr. Die Aktie zieht vorbörslich an.

HB DÜSSELDORF. Der Umsatz sank dagegen minimal von 11,99 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum auf 11,97 Milliarden Dollar. Hier hatten Analysten einen kleinen Anstieg erwartet. Außerdem bestätigte Pfizer-Chef Jeff Kindler den Ausblick für 2008: Der Konzern peilt weiterhin einen Umsatz von 47 bis 49 Milliarden Dollar an. Beim Gewinn pro Aktie vor Sonderposten rechnet die Gesellschaft mit 2,35 bis 2,45 Dollar. Der Aktienkurs stieg vorbörslich um rund drei Prozent an.

Der Pharmakonzern hatte im Vorjahresquartal wegen der Generikakonkurrenz und einer Sonderbelastung für das Diabetesmittel Exubera einen massiven Gewinneinbruch verbucht. Der verwässerte Gewinn war um 76 Prozent auf 761 Mio. Dollar gefallen, während Pfizer vor Sonderposten ein Ergebnis pro Aktie von 0,58 Dollar auswies.

Im Rahmen des jüngsten Strategiewechsels steigt Pfizer aus der Erforschung neuer Behandlungsmethoden bei Knochen- sowie Herzkrankheiten und Übergewicht aus. Das Unternehmen will sich bei der Entwicklung neuer Arzneimittel auf profitablere Bereiche wie die Krebs- und Schmerz-Therapie sowie Alzheimer und Diabetes konzentrieren.

Der Strategiewechsel unterstreicht die Abkehr führender Pharmakonzerne von der Erforschung früherer Stammgeschäfte wie Cholesterinmitteln und Blutdrucksenkern und die Fokussierung auf Wachstumsmärkte Onkologie und Nervenerkrankungen. Pfizer kämpft wie die meisten größeren Pharmaunternehmen mit der zunehmenden Konkurrenz durch Hersteller von Nachahmermedikamenten nach dem Ablauf von Patenten.

In die vom geplanten Entwicklungsstopp betroffenen Sparten fallen auch die Pfizer-Verkaufsschlager Lipitor und Norvasc, ein Blutdruck-Mittel. Lipitor ist mit einem Jahresumsatz von 12,7 Milliarden Dollar im Jahr 2007 das weltweit meistverkaufte Medikament.

Der Patentschutz für den Kassenschlager läuft 2011 aus. Der ursprünglich als Wachstumstreiber auserkorene Cholesterin-Senker Torcetrapib - ein Nachfolgeprodukt zu Lipitor - war Ende 2006 in einer größeren Studie durchgefallen.

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