Quartalszahlen
Pharmaschwäche bremst Johnson & Johnson

Mit den Quartalszahlen von Johnson & Johnson nimmt die US-Berichtssaison heute richtig Fahrt auf. Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern hat auch im dritten Quartal die wachsende Generika- Konkurrenz zu spüren bekommen.

FRANKFURT. Mit einer eher durchwachsenen Zwischenbilanz hat der US-Konzern Johnson & Johnson (JNJ) gestern die Quartalssaison der Pharma- und Medizintechnikbranche eröffnet. Ähnlich wie in den Vorquartalen verbuchte die Nummer eins der amerikanischen Gesundheitsindustrie auch im dritten Quartal Umsatzeinbußen. Dank Kostensenkungsmaßnahmen gelang es jedoch, den Gewinn noch um ein Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar zu verbessern und damit die Ertragsprognosen der meisten Analysten zu übertreffen. Zudem hat das JNJ-Management die Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben.

Für die ersten neun Monate wies der Konzern einen Umsatzrückgang um knapp sieben Prozent auf 45 Mrd. Dollar und einen leicht rückläufigen Nettogewinn von zehn Mrd. Dollar aus. Die Entwicklung von Johnson & Johnson ist in mancher Hinsicht exemplarisch für die US-Pharmabranche, die derzeit durch zahlreiche Patentabläufe und verstärkten Generika-Wettbewerb gebremst wird.

Allerdings ist JNJ wesentlich breiter diversifiziert als die meisten Konkurrenten und kann daher die Pharmaprobleme besser abfedern. Mehr als ein Viertel des Umsatzes erzielt der Konzern mit Konsumprodukten und rezeptfreien Medikamenten, rund 38 Prozent mit Medizintechnik (Implantate, Chirurgiegeräte, Diagnostika).

Nur noch gut ein Drittel der Erlöse entfällt auf den Bereich Originalmedikamenten, der sich indessen schon seit mehr als einem Jahr als besonderer Schwachpunkt entpuppt. Die Erosion des Pharmageschäfts hat sich im dritten Quartal mit einem Umsatzrückgang um 14 Prozent auf 5,3 Mrd. Dollar sogar noch beschleunigt. Selbst um negative Währungseffekte bereinigt verbleiben zweistellige Einbußen. Auf dem nach wie vor wachsenden Arzneimittelmarkt fällt JNJ damit massiv zurück. Gründe dafür sind vor allem Patentabläufe bei verschiedenen neurologischen Medikamenten wie Topamax sowie weiter rückläufige Umsätze bei Epo-Medikamenten.

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