Quartalszahlen
Renault gibt Gewinnwarnung heraus

Renault hat nach Börsenschluss seine Quartalszahlen verkündet und wie befürchtet seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt. Die Gewinnmarge soll 2008 nur noch zwischen 2,5 und drei Prozent liegen. Die Aktie war im Vorfeld der Zahlen auf den tiefsten Stand seit 1998 gefallen.

HB DÜSSELDORF/PARIS. Der französische Autohersteller Renault hat im dritten Quartal Umsatzeinbußen von 2,2 Prozent verbucht. Das Unternehmen habe in den abgelaufenen drei Monaten 9,15 Mrd. Euro erlöst, teilte Renault mit. Im Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem leicht höheren Umsatz als im Jahr zuvor, obwohl der europäische Automarkt nach Renault-Einschätzung insgesamt um acht Prozent schrumpft.

Der französische Autohersteller Renault rechnet mit einem Absatzeinbruch auf den Automärkten. Der europäische Automarkt dürfte 2008 im Vergleich zum Vorjahr um etwa acht Prozent schrumpfen. Mehrere Wachstumsmärkte wiesen Anzeichen einer Verlangsamung auf, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Paris mit. Der Umsatz des Herstellers sank im dritten Quartal um 2,2 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro. In den ersten neun Monaten sei der konsolidierte Umsatz um 0,9 Prozent auf 30,1 Mrd. gestiegen. Das Ziel für die operative Ertragsmarge 2008 werde auf 2,5 bis 3,0 Prozent gesenkt, nach zuvor angegebenen 4,5 Prozent, hieß es.

Auch in einigen Schwellenländern seien Anzeichen für ein langsameres Wachstum zu erkennen. Das Ziel für die Umsatzrendite in 2008 schraubte das Unternehmen auf 2,5 bis 3,0 Prozent zurück. Eine Geschäftsprognose für das kommende Jahr werde Renault im Februar vorlegen, hieß es weiter.

Nachdem Daimler zuvor enttäuschende Ertragszahlen veröffentlicht hatte, war die Renault-Aktie am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit 1998 gefallen. Die Aktie gab zeitweise um 10,3 Prozent auf 24,53 Euro nach, bei Börsenschluss waren es noch über sieben Prozent. Die Aktie des Konkurrenten PSA Peugeot-Citroën gab um 9,33 Prozent auf 17,25 Euro nach, am Ende lag das Minus bei fast sechs Prozent. Wegen der Absatzkrise will Renault in Frankreich Tausende Stellen streichen, was den Chef der verschwisterten Autokonzerne Renault und Nissan, Carlos Ghosn, unter heftigen Druck durch Präsident Nicolas Sarkozy brachte, der auf die Rechte des Staates als Renault-Aktionär (15 Prozent) pochte.

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