Quartalszahlen
Renault kann die Talfahrt nicht stoppen

Nicht nur in Deutschland gibt es heute eine wahre Flut von Unternehmenszahlen, sondern auch aus dem europäischen Ausland. Gleich fünf große Unternehmen aus Frankreich haben am Morgen die Karten auf den Tisch gelegt nämlich EDF, France Télécom, Alcatel-Lucent air Liquide und Renault. Und ausgerechnet der Autobauer enttäuschte auf ganzer Linie.

HB DÜSSELDORF. Die weltweite Wirtschaftskrise hat den französischen Autobauer Renault im ersten Halbjahr stärker erwischt als von Experten erwartet. In den ersten sechs Monaten sei ein Verlust von 2,7 Mrd. Euro angefallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Experten hatten mit einem geringeren Verlust gerechnet. Vor einem Jahr hatte Renault noch einen Gewinn von knapp 1,6 Mrd. Euro erzielt. Der Umsatz brach um 24 Prozent auf 16 Mrd. Euro ein.

Wegen der zahlreichen staatlichen Stützungsmaßnahmen - wie zum Beispiel die Abwrackprämie in Deutschland - ist der Konzern beim Blick auf die Entwicklung des Gesamtmarktes etwas optimistischer als zuletzt. Der weltweite Autoabsatz dürfte 2009 der Prognose Renaults zufolge nur noch um zwölf Prozent fallen. Bislang hatte Renault mit einem Rückgang um 15 Prozent gerechnet. Der französische Autobauer geht zudem weiter davon aus, dass er in der Lage ist, den Anteil in dem schrumpfenden Markt auszubauen.

Der französische Telekomkonzern France Télécom hat wie seine europäischen Wettbewerber im ersten Halbjahr unter einer Zurückhaltung der Verbraucher und regulatorischen Einschnitten gelitten. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf vergleichbarer Basis um 2,6 Prozent auf 8,82 Mrd. Euro zurück, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Kosteneinsparungen und die Pläne zum Umbau des Konzerns begännen sich aber langsam auszuzahlen.

In vielen Teilen der Welt zum Beispiel in Polen, Spanien und Großbritannien sei aber das verschlechterte wirtschaftliche Umfeld zu spüren. Dieser Effekt sei durch Entscheidungen der Regulierungsbehörden noch verstärkt worden. Die Umsätze sanken auf vergleichbarer Basis um 0,5 Prozent auf 25,46 Mrd. Euro. Unterm Strich verdiente France Telecom 2,6 Mrd. Euro.

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