Quartalszahlen sind gut ausgefallen
Unilever setzt auf die Schwellenländer

Der Konsumgüter- und Lebensmittelhersteller Unilever ist gut ins Jahr gestartet. Vom Geschäft in Europa erwartet sich das Unternehmen 2005 aber nicht viel. Die Schwellenländer wie Indien und China sind der Hoffnungsträger.

HB LONDON/AMSTERDAM. Aufgrund von Unternehmensverkäufen, niedrigeren Restrukturierungskosten und Kosteneinsparungen sei der Überschuss von 753 Millionen Euro im ersten Quartal 2004 auf nun 934 Millionen Euro gestiegen, teilte das britisch-niederländische Unternehmen am Freitag in Amsterdam bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Der Vorsteuer-Gewinn lag mit 1,28 Milliarden Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert von 1,18 Milliarden. Der Umsatz stieg von 9,06 auf 9,27 Milliarden Euro.

Pro Aktie verdiente Unilever 0,96 Euro netto. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen von 0,71 bis 0,76 Euro je Aktie deutlich.

Die Marktanteile stabilisierten sich, sagte Konzernchef Patrick Cescau. Die Umwandlung der Unternehmensstruktur verlaufe plangemäß. Der Konzern hatte sich im Februar von seiner Doppelspitze verabschiedet. Im ersten Quartal war die operative Marge bei Unilever allerdings nur um 0,8 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent gestiegen, obwohl das Unternehmen seine Werbeaufwendungen gesteigert hatte.

Das Marktumfeld in Europa werde in diesem Jahr sehr schwierig sein, sagte Cescau weiter. Die Margen dürften unter Druck bleiben. Dagegen seien die Aussichten in den Schwellenländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas gut.

Zu Unilever gehören im Lebensmittelbereich Marken wie Knorr, Becel und Langnese. Bei der Körperpflege bietet das Unternehmen unter anderem die Wahl zwischen Dove, Rexona und Karl-Lagerfeld-Parfum. Für den Haushalt gibt's Domestos. Der Konzern ist in 88 Ländern der Welt aktiv. Zu seinen größten Wettbewerbern gehören Procter & Gamble aus den USA und Nestle aus der Schweiz.

An der Börse in London stiegen die Aktien des weltweit drittgrößten Nahrungsmittel-Herstellers in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um 2,5 Prozent. In Amsterdam legten die Titel um 2,7 Prozent zu auf 52,55 Euro.

Im September 2004 hatte der Konzern die Finanzmärkte geschockt, als er erstmals in seiner 76-jährigen Geschichte eine Gewinnwarnung herausgegeben und seine Prognosen aufgegeben hatte. Im Anschluss daran hatte es einen umfangreichen Wechsel im Management gegeben.

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