Quartalszahlen
Sofin-Sinar ist doppelt gestraft

Der deutsch-amerikanische Laserspezialist hat im ersten Geschäftsquartal unter der Wirtschaftsflaute und der Erholung des US-Dollar gelitten. Besonders in Asien gingen die Umsätze kräftig zurück.

HB HAMBURG/PLYMOUTH. „In den ersten drei Monaten wurde der Umsatz, bedingt durch Auftragsverschiebungen aus unterschiedlichen Industrien, stark beeinträchtigt“, sagt Konzernchef Günther Braun am Donnerstag. Binnen eines Jahres gingen die Erlöse um ein Fünftel auf 107 Millionen Dollar zurück.

Sowohl das Unternehmen selbst als auch die Analysten hatten mit einem noch stärkeren Einbruch gerechnet. Die Aktie sprang daraufhin zuerst merklich an, um dann aber umso stärker zu verlieren. Sie lag am Nachmittag mehr als 5 Prozent im Minus bei 12,50 Euro.

Insbesondere in Nordamerika und dem eigentlich als Wachstumsmarkt auserkorenen Asien gingen die Umsätze von Oktober bis Dezember kräftig zurück, während sie in Europa vergleichsweise wenig litten.

„Der Auftragseingang war jedoch in allen Regionen rückläufig“, sagte Braun. Selbst aus dem einst boomenden Solarsektor seien weniger Bestellungen gekommen. „Dies ist eine Situation, wie wir sie bisher nicht erlebt haben.“ In den Büchern standen zu Ende Dezember Bestellungen über 111,7 Millionen Dollar.

Der Überschuss halbierte sich in Folge des Umsatzrückgangs auf 7,6 Millionen Dollar. Gesunkene Ausgaben für Verwaltung sowie Entwicklung verhinderten ein weiteres Abgleiten. Rofin-Sinar will sich nun auf die Regionen und Branchen konzentrieren, die weniger unter der Wirtschaftskrise leiden. Auch das Produktportfolio solle optimiert werden, sagte Chairman Peter Wirth, ohne allerdings konkret zu werden. Rofin-Sinar halte sich „weiter alle Möglichkeiten offen“.

Mitte Dezember hatte das Unternehmen wegen der Wirtschaftsflaute bereits seine Umsatzprognose für das Quartal zurückgenommen und Kostensenkungen verkündet. Auch ein zweiter Effekt macht Rofin-Sinar zu schaffen: Die Erholung des Dollar. Denn das Unternehmen macht das meiste Geschäft in Euro und rechnet dann um. Für das Gesamtjahr, das bis September reicht, rechnet Konzernchef Braun bereits heute mit einem deutlich schwächeren Abschneiden.

Im Unternehmen arbeiten insgesamt rund 1 600 Menschen in Europa, den USA und Asien. Rofin-Sinar ist an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq sowie im Tec Dax notiert.

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