Radiologiegeschäft

Wettbieten um Bayer-Sparte ist eröffnet

Für die Übernahme von Monsanto braucht Bayer Geld. Die Pharmaunternehmen Bracco und Guerbet haben nun offenbar ein Auge auf die Radiologie-Sparte geworfen. Diese könnte mehr als vier Milliarden Euro wert sein.
Update: 07.12.2016 - 14:57 Uhr Kommentieren
Der Leverkusener Pharmakonzern betreibt bislang auch ein Radiologiegeschäft. Quelle: dpa
Bayer

Der Leverkusener Pharmakonzern betreibt bislang auch ein Radiologiegeschäft.

(Foto: dpa)

FrankfurtDas italienische Pharma- und Diagnostikunternehmen Bracco arbeitet Insidern zufolge an einem Angebot für das Radiologiegeschäft von Bayer. Bracco habe eine Investmentbank mandatiert, um einen Partner für eine mögliche gemeinsame Offerte zu finden, sagten mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Verkaufsprozess für das Radiologiegeschäft, das es auf eine Bewertung von mehr als vier Milliarden Euro bringen könnte, dürfte im kommenden Jahr gestartet werden und auch das Interesse des französischen Wettbewerbers Guerbet auf sich ziehen. Dieser habe ebenfalls Gespräche mit möglichen Partnern getätigt, sagten die Insider. Bayer und Bracco wollten sich zu den Informationen nicht äußern, bei Guerbet war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Bayer hat sich den Insidern zufolge noch nicht endgültig entschieden, ob das Radiologiegeschäft verkauft werden soll. Die Investmentbank Goldman Sachs wurde aber als Verkaufsberater mandatiert und möglichen Interessenten wurden Informationen zugestellt. Als Käufer kämen auch Beteiligungsgesellschaften mit einem Fokus auf Healthcare-Investments wie Advent, Carlyle oder Cinven in Betracht, möglicherweise gemeinsam mit einem strategischen Bieter.

Das Bayer-Radiologiegeschäft kommt auf einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die Leverkusener hatten zwar betont, dass für die Finanzierung der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto keine Verkäufe nötig seien, hatten aber die Trennung von Geschäften aus strategischen Gründen nicht ausgeschlossen.

Ein Preis für die Gesundheit
Strahlende Gewinnerin
1 von 10

Saskia Biskup, Humangenetikerin, freut sich über die Auszeichnung zur „Persönlichkeit des Jahres“.

Hoffnungsträger
2 von 10

Daniel Mark, Forscher an der Universität Freiburg und Gründer von SpinDiag, nahm seinen Preis von Juliane Zielonka entgegen, Gründerin und Chefin des Digital Health Accelerators in Berlin.

Innovative Geschichte.
3 von 10

Georg Walkenbach führt die Firma Beurer, gegründet 1919 als Hersteller von Heizdecken - heute nicht nur führend bei Blutdruckmessgeräten, sondern auch bei einer App gegen Schlaflosigkeit. Den Preis überreichte die Beraterin Nasanin Bahmani.

Liveact
4 von 10

Die Band Kiddocat, entdeckt bei Youtube und finanziert über Crowdfunding, sorgte für gute Stimmung.

Strenge Jury.
5 von 10

Sie grillten die Start-ups beim Pitch: Marco Winzer vom Hightech Gründerfond, Techniker-Chef Jens Baas und Juliane Zielonka, Gründerin und Chefin des Ditital Health Accelerators in Berlin.

Time Out.
6 von 10

Jakob Futorjanski, Gründer des Start-ups Neuronation, hatte drei Minuten Zeit für seinen Pitch - dann wurde er von Moderator Daniel Cronin unterbrochen.

Schnelle Entscheidung.
7 von 10

Das Publikum bestimmte den Sieger des Start-up-Pitches.

Bei dem Verkauf des Dermatologiegeschäfts, das Bayer Insidern zufolge ebenfalls ins Schaufenster gestellt hatte, sei der Investor Avista der letzte verbliebene Bieter für das Geschäft, das mit bis zu eine Milliarde Euro bewertet werden könnte, sagten mit der Sache vertraute Personen.

Aus dem Rennen seien die indische Lupin und der Investor BC Partners. Bayer könne sich aber noch gegen eine Trennung von dem Geschäft entscheiden, wenn die Preisvorstellungen der Leverkusener nicht erfüllt werden. Bayer wollte sich auch dazu nicht äußern, Avista war zunächst nicht zu erreichen.

  • rtr
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