Ranbaxy
Indiens größter Pharmakonzern schreibt rote Zahlen

Nachdem vor allem Währungsverluste dem Arzneimittelhersteller Ranbaxy den Gewinn verhagelten, hält sich der indische Konzern nun bedeckt zu seiner Kopie des Pfizer-Präparates Lipitor.
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MumbaiIndiens größter Arzneimittelhersteller Ranbaxy ist im abgelaufenen Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Hauptgrund waren Währungsverluste ausgelöst durch ältere Derivategeschäfte, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich blieb für das dritte Jahresviertel ein Verlust von umgerechnet rund 68 Millionen Euro nach einem Gewinn von 45 Millionen Euro vor Jahresfrist. Vor Steuern und Währungsverlusten kam das mehrheitlich vom japanischen Pharmariesen Daiichi Sankyo kontrollierte Unternehmen allerdings auf einen Gewinn von umgerechnet rund 29 Millionen Euro.

Im Zeitraum Juli bis September steigerte Ranbaxy seinen Umsatz um acht Prozent auf 298 Millionen Euro. In Nordamerika, dem größten Markt des Unternehmens, erzielte Ranbaxy dabei Erlöse von 69 Millionen Euro. In Europa wurde 21 Prozent mehr umgesetzt.

Zu dem mit Spannung erwarteten Marktstart seines Nachahmermedikaments zum Pfizer -Cholesterinsenker Lipitor in den USA hielt sich das Unternehmen bedeckt. Ranbaxy teilte lediglich mit, es stehe in Verhandlungen mit der US-Gesundheitsbehörde und dem Justizministerium, um die regulatorischen Fragen zu lösen. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, nach denen Probleme mit den Regulierungsbehörden den Marktstart für Ranbaxy verzögern könnten.

Lipitor ist das weltweit umsatzstärkste Präparat mit Jahreserlösen von elf Milliarden Dollar, wobei der US-Pharmamarkt eine große Rolle spielt. Entsprechend profitabel dürfte für Generikahersteller das Geschäft mit Nachahmern in den USA sein. Der US-Patentschutz für Lipitor läuft am 30. November ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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