Rat der Topmanager
Winterkorn berät Chinas Ministerpräsidenten

Chinas neuer Ministerpräsident Li Keqiang lässt sich ab sofort von 14 internationalen Top-Managern beraten. Als einziger Deutscher gehört auch VW-Chef Winterkorn zur illustren Expertenrunde.
  • 4

PekingVolkswagens Vorstandschef Martin Winterkorn gehört nach Informationen des Handelsblatts zu einem Kreis von nur 14 Topmanagern weltweit, die künftig Chinas neuen Ministerpräsidenten Li Keqiang beraten sollen. Am Mittwoch trafen sich der Politiker und seine illustren Berater das erste Mal in Peking.

„Ein Thema, das wir diskutiert haben, war Chinas Strategie, seine zentralen und westlichen Regionen zu entwickeln“, sagte Winterkorn dem Handelsblatt. Volkswagen unterstütze den Kurs mit einer neuen Fabrik in Changsha und seiner Go-West-Strategie, einem Werk in Urumqi.

Zum sogenannten „Global CEO Advisory Council“ gehören neben Winterkorn internationale Firmenchefs wie GE-Chef Jeffrey Immelt und Disney-Boss Robert Iger aus den USA oder Carrefour-Chef Georges Plassat aus Frankreich an. Winterkorn ist der einzige deutsche Vertreter und Automanager der Beraterrunde.

In China operiert der Wolfsburger Autokonzern mit zwei staatlichen Joint-Venture-Partnern, SAIC und FAW. Das Land ist der wichtigste Markt der Deutschen. In den ersten vier Monaten 2013 setzte der Volkswagenkonzern ein Drittel seiner Autos in China ab. Gemeinsam mit den Partnern baut Volkswagen sieben neue Werke und investiert in den nächsten Jahren insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro. Trotz der Zusammenarbeit mit den Staatsfirmen ist es in China mitunter heikel für den Konzern: So sah sich VW zuletzt zu einer teuren Rückrufaktion genötigt.

Kommentare zu " Rat der Topmanager: Winterkorn berät Chinas Ministerpräsidenten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Deutschland hat das copyright und China the right to copy....

    Die Abhaengigkeit Europas von China laesst doch keine andere Wahl, entweder man ist dabei oder andere machen das business! Und wenn der Herr Winterkorn so seinen Aktionaeren die Rendite sichern kann und in Deutschland Arbeitsplaetze, wer will es Ihm verdenken. Naeher an die Entscheidungstraeger kann man doch nun nicht mehr. Und so wird fuer VW auch noch was abfallen...

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!

    So ist das nunmal


  • ... ein Ausschluss von Hoeneß unvermeidbar.

  • Winterkorn befand die Entscheidung Hoeneß im Aufsischtsrat der Bayern zu belassen auch richtig.

    Daran kann man ermessen, was Winterkorn beispielsweise von guter Unternehmensführung bzw. der Einhaltung von Corporate Governance hält: Gegen den Verbleib von Steuerhinterziehern in großem Umfang in Kontrollgremien, wie einem Aufsichtsrat, scheint der VW-Chef keine Bedenken zu haben. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein.

    Ob dieser Mann als Berater für China qualifiziert ist, darf man bezweifeln. Denn dann könnte man genauso gut, die Herstellung von Plagiaten liberalisieren. Wie so oft wird mit zweierlei Maß gemessen. Nachdem der Aufsichtsrat des FCB Corporate Governance mit den Füßen getreten hat, ist es nun an der Zeit, die Korrektur einzuleiten und Hoeneß zum Abtreten zu bewegen. Kommt dieser dem Verlangen nicht freiwillig nach, ist ein Abschluss unvermeidbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%