Rating abermals gesenkt
Standard & Poor's schürt Insolvenzängste bei General Motors

Auch wenn General Motors (GM) Insolvenzspekulationen stets dementiert, sind die Märkte in Alarmbereitschaft. Nun hat die angesehene Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) einen Bankrott des weltgrößten Autobauers als durchaus real bezeichnet.

HB NEW YORK. Diese Möglichkeit sei nicht weit hergeholt, sollte der gegenwärtige Trend bei dem angeschlagenen US-Konzern anhalten, sagte S&P-Analyst Scott Sprinzen am Montagabend. Die GM-Aktien gaben daraufhin nachbörslich 1,6 Prozent auf 22,67 Dollar nach.

Zuvor hatte die Agentur ihr Kredit-Rating für GM um weitere zwei Stufen herabgesetzt. Sie bewertet den Autokonzern nun mit „B“, fünf Stufen unterhalb einer Investmentempfehlung. S&P warnte dabei, dass GM möglicherweise seine Schulden umstrukturieren müsse, falls sich die Lage dort nicht bessere. Ananlyst Sprinzen sagte auf einer Telefonkonferenz, S&P halte es für nötig, deutlich auf die Risiken des Ratings hinzuweisen. S&P teilte zudem mit, der Ausblick für GM sei negativ. Damit könnte die Bewertung in den kommenden beiden Jahren weiter sinken.

GM hat in diesem Jahr einen Milliarden-Verlust angehäuft und kündigte zuletzt den Abbau von 30 000 weiteren Arbeitsplätzen an. Der Konzern leidet unter hohen Rabatten, gesunkenen Verkäufen und hohen Aufwendungen für Pensionen und Gesundheit seiner Mitarbeiter. In Europa hatte der Opel-Mutterkonzern bereits im vergangenen Jahr ein Sanierungsprogramm durchgesetzt, das allein in Deutschland den Abbau von 10 000 Stellen vorsieht.

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