Ratiopharm-Mutter: Zukäufe von Teva zahlen sich aus

Ratiopharm-Mutter
Zukäufe von Teva zahlen sich aus

Ein Zukauf folgte bei Teva in letzter Zeit dem nächsten - und die Strategie zahlt sich aus. Der Gewinn der Ratiopharm-Mutter stieg um ein Viertel auf 1,4 Milliarden Dollar. Davon profitierte auch die Aktie.
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Die Einkaufstour des weltgrößten Generika-Herstellers Teva zahlt sich aus. Der israelische Mutterkonzern der Ulmer Ratiopharm steigerte nach Angaben vom Mittwoch im vierten Quartal 2011 seinen Nettogewinn um rund ein Viertel auf 1,4 Milliarden Dollar. Dabei profitierte der Spezialist für Nachahmermedikamente unter anderem von der 6,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme des amerikanischen Spezialpharmazeutika-Firma Cephalon, was die Geschäfte vor allem in den USA anschob.

An der Börse in Israel kamen die Zahlen gut an. Die Teva-Aktie gewann im Handelsverlauf 2,5 Prozent Die Israelis schlossen zuletzt im Eiltempo Zukauf um Zukauf ab. Vor Cephalon hatte Teva im vergangenen Jahr bereits für 460 Millionen Dollar die Mehrheit an der japanischen Pharma-Firma Taiyo erworben. 2010 wurde Ratiopharm für rund 3,8 Milliarden Euro geschluckt. Mit den Akquisitionen will sich der Konzern breiter aufstellen. „Die Strategie von Teva konzentriert sich auf Wachstum und darauf, die Abhängigkeit von einzelnen Märkten oder Produkten zu verringern“, sagte Konzernchef Schlomo Janai. Auf diesem Weg sei das Unternehmen weiter vorangekommen und habe das vergangene Jahr mit positiven Perspektiven beendet.

Vor Einmalposten erhöhte Teva im Schlussquartal 2011 seinen Gewinn je Aktie auf 1,59 Dollar nach 1,25 Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten im Schnitt mit einem Cent weniger gerechnet. Der Konzernumsatz kletterte um 28 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Die weltweiten Umsätze mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone nahmen um acht Prozent auf eine Milliarde Dollar zu. Mit Copaxone steht Teva unter anderem in Konkurrenz zu dem Bayer-Präparat Betapheron. Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb bei Multiple-Sklerose-Arzneien künftig härter wird, da mit der Tablette Gilenya des Schweizer Herstellers Novartis inzwischen ein Präparat auf dem Markt ist, dass den Patienten das unangenehme Spritzen erspart.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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