Raumfahrtsparte soll 2004 wieder schwarze Zahlen schreiben
EADS auf dem Weg zu neuen Höhen

Dank Airbus ist der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS mit einer Umsatz- und Gewinnsteigerung ins Jahr gestartet, hat aber die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt. Die beiden Vorstandschefs Reiner Hertrich und Philippe Camus sagten am Mittwoch auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA in Berlin: „EADS ist auf dem Weg zu neuen Höhen“. Für das Gesamtjahr sagten sie einen Gewinnzuwachs auf 1,8 Milliarden Euro voraus.

HB BERLIN. EADS steigerte seinen operativen Gewinn im ersten Quartal um um 52 % auf 198 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem noch stärkeren Anstieg der wichtigsten Ertragsgröße auf 223 Mill. € gerechnet. Der Umsatz stieg trotz des schwachen Dollars um neun Prozent auf 6,0 Milliarden Euro. Der Erfolg beruhte im Wesentlichen auf dem Airbus-Geschäft. Der Flugzeughersteller erhöhte seinen Gewinn um ein Drittel auf 224 Millionen Euro. Mit Militärflugzeugen, Lenkwaffen sowie Satelliten und Trägerraketen machte EADS dagegen 70 Millionen Euro Verlust. Das Minus war allerdings geringer als noch vor einem Jahr. Finanzvorstand Hans-Peter Ring sagte in einer Telefon-Konferenz mit Analysten, EADS erwarte für das Raumfahrtgeschäft ein starkes viertes Quartal. Dies sollte die Rückkehr in die Gewinnzone sicherstellen. Im zweiten Quartal könne aber noch wie in den ersten drei Monaten ein Verlust in der Sparte anfallen. Die Raumfahrtsparte wird derzeit saniert.

Das Konzernergebnis sei in den ersten drei Monaten auf 49 (Vorjahreszeitraum: 28) Mill. € gewachsen, hieß es weiter. Experten hatten hier ein Minus von 15 Mill. € erwartet. Das Bild ist aber verzerrt, weil seit Januar wegen einer Bilanzumstellung der Firmenwert (Goodwill) beim Konzerngewinn nicht mehr regelmäßig abgeschrieben worden sei, hieß es.

Der Auftragseingang sei hingegen um 37 % auf 3,411 Mrd. € gesunken. Beim wichtigsten Ertragsbringer, dem Flugzeugbauer Airbus, seien die Auftragseingänge sogar um 69 % auf 1,068 Mrd. € zurückgegangen. Die Orderbücher in der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie sind üblicherweise Schwankungen unterworfen, weil sich Großaufträge verschieben können. Das Rüstungsgeschäft verzeichne üblicherweise gegen Ende des Jahres die meisten Umsätze und Gewinne, teilte EADS mit.

Seite 1:

EADS auf dem Weg zu neuen Höhen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%