Reaktion auf Dollar-Schwäche
Airbus plant neue „Strukturmaßnahmen“

Der Flugzeugbauer Airbus sieht sich wegen der anhaltenden Dollarschwäche zu neuen strukturellen Maßnahmen gezwungen. Es gehe um eine "stärkere Internationalisierung".

HB PARIS. "Wir arbeiten neue Maßnahmen aus", sagte der Chef der EADS -Tochter Tom Enders am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. "Es geht nicht darum, weitere 10 000 Leute zu feuern oder so etwas, aber es wird mit weiteren strukturellen Maßnahmen zu tun haben und auf jeden Fall eine stärkere Internationalisierung."

Airbus war bei seinem Power-8- Sparprogramm - bei dem 10 000 Stellen gestrichen werden sollen - von einem Wechselkurs von 1,35 Dollar je Euro ausgegangen. Am Freitagabend lag der Kurs bei 1,53 Dollar.

Der starke Euro zeige, dass die Strategie richtig sei, die Fertigung auf den Dollar-Raum auszuweiten, sagte Enders weiter. Die Stadt Mobile im US-Bundesstaat Alabama sei dabei das Basislager für einen weiteren Ausbau. Dort sollen in Europa hergestellte Tankflugzeuge für die US-Luftwaffe zusammengebaut werden. Enders deutete an, dass die Fertigung dort erweitert werden könnte. Der Vertrag über die Tanker werde 1000 Stellen in Alabama schaffen und Arbeitsplätze in Europa sichern.

Die US-Luftwaffe hatte am Freitag EADS und Northrop Grumman den Zuschlag für den Bau von 179 Tankflugzeugen gegeben. Es ist der bislang größte Einzelauftrag für EADS und gilt als größter Durchbruch eines Konsortiums mit europäischer Beteiligung im US-Rüstungsgeschäft. Das Tankflugzeug entsteht auf Basis des Mittelstreckenjets Airbus A330. Boeing hatte mit seinem Konkurrenzmodell 767 das Nachsehen.

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