Reaktion von Vorstand und Aufsichtsrat
Keine Entlastung für Ex-EnBW-Manager geplant

Wenn es nach dem Willen von Vorstand und Aufsichtsrat des EnBW-Konzerns geht, werden der ehemalige Vorstandschef Gerhard Goll und zwei seiner ehemaligen Vorstandskollegen für 2003 nicht entlastet.

HB STUTTGART. Goll, der ehemalige Finanzvorstand Bernd Balzereit sowie der für Beteiligungen und Zukäufe zuständige Gerhard Jochum sollte auf der Hauptversammlung am 29. April „derzeit keine Entlastung erteilt“ werden, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Tagesordnung für das Aktionärstreffen. Eine Sprecherin der EnBW betonte, die vorgeschlagene Nicht-Entlastung sei eine Reaktion auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim gegen Goll und seine Kollegen. Eine Bewertung der Vorwürfe gegen die drei früheren Manager sei damit nicht verbunden. Goll bekräftigte im Gespräch mit Reuters: „Ich habe mir keine Vorwürfe zu machen.“

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Mitte November wegen des Verdachts der Bilanzkosmetik gegen die frühere EnBW-Spitze. Dabei geht es offenbar um die Wertansätze der Beteiligungen des drittgrößten deutschen Stromversorgers, die Golls Nachfolger Utz Claassen kurz nach seinem Amtsantritt um 1,3 Mrd. € abgewertet hatte. Der erst ein Jahr im Amt befindliche Balzereit war daraufhin zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft Mannheim war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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