Reebok-Übernahme
Adidas bekommt grünes Licht

Die EU-Kommission hat dem Sportartikelkonzern Adidas die milliardenschwere Übernahme des US-Konkurrenten Reebok erlaubt. Die US-Behörden hatten der Akquisition bereits zugestimmt.

HB BRÜSSEL. Die Übernahme werde den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum nicht deutlich beeinträchtigen, teilte die Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Für Mittwoch ist die entscheidende Hauptversammlung von Reebok angesetzt. Adidas wollte die milliardenschwere Übernahme innerhalb des ersten Halbjahres abschließen. Nach ursprünglichen Plänen soll Reebok ab Jahresmitte in die Bilanz der Herzogenauracher einfließen. Die Amerikaner hatten kürzlich allerdings in Aussicht gestellt, die Verschmelzung könnte bereits zum 31. Januar vollzogen werden, falls die EU-Kommission zustimmt.

Die Kommission interessierte sich bei ihrer Prüfung vor allem für Sportschuhe. Sie stellte fest, dass beide Unternehmen wichtige Spieler in dieser Sparte sind. Dennoch gebe es Unterschiede, beispielsweise bei Image, Preisen und Zielgruppen. So sei Reebok eine Marke, die sich vor allem an jüngere Menschen wende.

Adidas, die weltweite Nummer zwei im Sportartikelmarkt, will Reebok für 3,1 Mrd. Euro übernehmen und mit einem Umsatz von dann neun Mrd. Euro dem Branchenprimus Nike näher rücken. Bereits bei Bekanntgabe der Fusion im August hatte Adidas erklärt, nicht mit Widerständen der Kartellbehörden zu rechnen. Die Wettbewerbshüter in den USA hatten keine Einwände gegen die Übernahme erhoben.

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