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Reederei in der Krise: Beluga erfand Aufträge über hunderte Millionen

exklusiv Die Probleme der in Schieflage geratenen Reederei Beluga verschärfen sich immer mehr. Nach Handelsblatt-Informationen hat der Konzern jahrelang fiktive Aufträge und Umsätze angegeben. Die Fehlsumme ist gewaltig.

Der Firmensitz der Reederei Beluga. Quelle: dpa
Der Firmensitz der Reederei Beluga. Quelle: dpa

BremenBei der Bremer Reederei-Gruppe Beluga wurden zwischen 2009 und Januar 2011 offenbar Aufträge und Umsätze über mehrere hundert Millionen Dollar verbucht, die real nie existierten. Das geht nach Informationen des Handelsblatts aus Unterlagen hervor, die bei der Staatsanwaltschaft Bremen vorliegen. Demnach fanden Anwälte und Wirtschaftsprüfer im Auftrag der US-Investorengruppe Oaktree fiktive Rechnungen über Dienstleistungen, die nie erbracht wurden. Insgesamt sollen so zwischen 2009 und Januar 2011 Umsätze von mehr als 150 Millionen Dollar erfunden worden sein. Gestellt sollen die Rechnungen an drei Firmen mit Sitz in Panama, sowie zwei weitere Firmen mit Sitz auf den britischen Jungferninseln worden sein.

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Zudem wirft der US-Investor Oaktree, dem 49,5 Prozent an Beluga gehören, Beluga-Gründer Niels Stolberg vor, das Auftragsbuch seiner Reederei massiv manipuliert zu haben: Demnach wies das Orderbuch der Beluga zum 15. Juni 2010 für 2010 und 2011 Aufträge über rund 800 Millionen Dollar aus. Der tatsächliche Bestand, so steht es in den Unterlagen, die Oaktree der Staatsanwaltschaft übermittelt hat, soll zu dem Zeitpunkt nur 58 Millionen betragen haben.

Weiter informierte Oaktree die Staatsanwaltschaft, dass Stolberg und weitere Beluga-Mitarbeiter auch die Schiffsdieselbestände ihrer Firma übertrieben hätten. Sie sollen per Ende 2010 einen Treibstoffvorrat gemeldet haben, der mehr als doppelt so hoch war wie der, der sich tatsächlich in den Tanks der Beluga-Schiffe befand. Damit soll ein Teil des chronischen Geldmangels der Beluga-Gruppe unzutreffend begründet worden sein.

Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt in dem Zusammenhang inzwischen gegen Stolberg, Ex-Beluga-Finanzchef Emilio R. und weitere Beluga-Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Betrug und unrichtige Darstellung im Jahresabschluss. Ein Motiv für die Schwindeleien könnte gewesen sein, dadurch Investoren und Gläubigern bessere Geschäftszahlen zu präsentieren - und somit Kredite zu bekommen, die das Unternehmen sonst nicht bekommen hätte.

  • 25.03.2011, 22:04 UhrAnonymer Benutzer: tsship

    Sie scheinen ja wirklich bestens informiert zu sein. Von wem nur ?? Emilio R. war nicht nur Finanzchef, sondern auch der GF von Beluga Chartering und Shipping

  • 24.03.2011, 23:38 UhrAnonymer Benutzer: Genau

    Die Zahlen sind ja echter Schwachsinn, wie doof muss man sein um sowas zu glauben. Nehmen wir mal tatsächlich an das tatsächlich nur 58 Mio. Dollar Aufträge da gewesen wären, dann wäre Beluga doch schon im August 2010 pleite gegangen!!!! Beluga hat im 2. Halbjahr 2010 rd. 280 Mio. $ Umsatz real eingefahren. Diese Aufträge haben dann wohl die Weihnachtsmänner von Oaktree mitgebracht ! Der Artikel hat mit Journalismus nichts zu tun. Da ist ja ein anderes Blatt mit vier Buchstaben ja besser ! Traurig wenn man beim schreiben nicht mehr mitdenkt !

  • 24.03.2011, 22:25 UhrAnonymer Benutzer: thetrue

    Emilio R. war nicht Ex-Finanzchef. Er war Chef der Sparte Offshore und Education und für den Sales der Shipping zuständig.

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