Reemtsma-Eigner fährt im ersten Halbjahr sattes Plus ein
Bei Imperial Tobaco glüht das Geschäft

Der viertgrößte Tabakkonzern der Welt, Imperial Tobacco, hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2004/2005 trotz Tabaksteuererhöhungen und Billigzigaretten tüchtig verdient. Besonders in Deutschland lief es blendend.

HB LONDON. Das Ergebnis vor Steuern sei in den sechs Monaten zum 31. März um zehn Prozent auf 499 Millionen Pfund (734 Millionen Euro) gestiegen, teilte das britische Unternehmen am Dienstag in London mit. Damit lag der Gewinn im Rahmen der Erwartungen der Analysten von 487 Millionen bis 510 Millionen Pfund. Der Vorsteuergewinn nahm um zehn Prozent auf 499 Millionen Pfund (732 Mio Euro) zu.

Auch für das zweite Halbjahr geht das Unternehmen von einem weiteren Gewinnzuwachs aus, da Kostensenkungen und Preissteigerungen den Absatzrückgang durch schrumpfende Märkte in den meisten europäischen Ländern mehr als wettmachten.

Um rückläufige Raucherzahlen in einigen Märkten und steigende Tabaksteuern abzufedern, hatte Imperial zuletzt Fabriken geschlossen, Arbeitsplätze abgebaut und seine Preise erhöht. Imperial-Chef Gareth Davis sagte, dass der Konzern wohl die größten Tabaksteuererhöhungen in Ländern wie Deutschland und Frankreich nun hinter sich habe. In Deutschland hatte die schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer sowie der Kauf von günstigeren Zigaretten in Nachbarländern wie Polen und Tschechien im vergangenen Jahr noch für Absatzeinbußen gesorgt.

Imperial Tobacco stellt in Großbritannien die Zigarettenmarken Lambert & Butler und Richmond her. In Deutschland ist das Unternehmen durch die Marken West, Davidoff, Peter Stuyvesant und R1 bekannt. Im Jahr 2002 hatte Imperial Tobacco den deutschen Tabakkonzern Reemtsma übernommen.

In Deutschland habe sich der Marktanteil bei rund 19 Prozent stabilisiert, teilte das Unternehmen mit. JP-Morgan-Analyst Michael Smith sagte, dass insbesondere das Deutschland-Geschäft überrascht und die Schwäche im restlichen Europa ausgeglichen habe. Der operative Gewinn in Deutschland stieg in den sechs Monaten um 30 Prozent auf 139 Millionen Pfund (204 Millionen Euro). Der Umsatz in Deutschland, dem zweitwichtigsten Markt des Unternehmens, stieg um 4 Prozent auf 304 Millionen Pfund (446 Mio Euro).

Mit Blick auf mögliche Übernahmen sagte Imperial-Chef Davis: „Wir glauben immer noch an eine Konsolidierung in der Branche. Es gibt sechs große internationale Marktakteure, wir sehen aber nicht sechs in fünf Jahren. Allerdings sehen wir nichts am unmittelbaren Horizont“.

Für das Halbjahr schlug der Konzern eine Anhebung der Dividende um zehn Prozent auf 16,5 Pence vor. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um ebenfalls zehn Prozent auf 49,8 Pence. Die an der Londoner Börse notierte Aktie gab bis zum Mittag um 0,8 Prozent auf 14,67 Pfund nach.

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