Reformen
Industrie drängt auf zügige Regierungsbildung

Bis sich eine Regierungskoalition gefunden hat kann es noch dauern. Darunter leidet die Industrie. Sie drängt auf eine rasche Regierungsbildung in Berlin. Es gebe genug Probleme, die angegangen werden müssten.
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DüsseldorfDie deutsche Industrie drängt auf zügige Koalitionsverhandlungen und eine rasche Regierungsbildung in Berlin. „Überall warten die Hausaufgaben - national und international“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, am Dienstagabend in Düsseldorf. Es sei keine Zeit für einen Poker um 15 Ministerjobs, es gehe um fast 42 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland.

Ganz vorne auf der Tagesordnung der neuen Regierung muss nach Grillos Worten eine umfassende Reform der Energiewende stehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse dieses Thema zur Chefsache machen und in den ersten 100 Tagen der neuen Regierung angehen. „Wir haben wenig Zeit. Jeden Tag wird es teurer“, sagte der BDI-Chef.

Außerdem müsse die neue Bundesregierung ein investitionsfreundlicheres Klima schaffen, drängte Grillo. Die deutsche Industrie brauche endlich eine steuerliche Forschungsförderung, wie sie in anderen Ländern längst üblich sei. Wichtig sei aber auch dass die Bundesregierung den Euro weiter stabilisiere und die Währungsunion stärke. „Da müssen wir schnell handlungsfähig sein“, sagte der BDI-Präsident. „Wir brauchen den Euro.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • BDI-Präsident. „Wir brauchen den Euro.“
    Der EU-Haushaltskommissar drängt die Kanzlerin: "Sie soll schnell eine stabile Regierung bilden. Vor allem in der Euro-Zone sei ein verlässliches Deutschland notwendig"
    Deutschland komme in Europa eine besondere Verantwortung zu!
    im Klartext: die ZAHLUNG! muss bald an die maroden Länder geleistet werden, darum benötigt man eine verlässliche Rechnungsadresse!

  • Übrigens, die Wahl ergab eine Mehrheit links der CDU.

    Die ist allemal besser als die CDU!

  • Genau, erst wurde Jahre lang nach Entlastungen für die Industrie geschrien. Was die Regierungen auch prompt gemacht haben.
    Was war das Agument der Industrie, damit sie mehr entlasstet werden? Die Gelder sollten in Investitionen fließen.
    Und jetzt schreien sie nach Subventionen für Forschung und Entwicklung.
    Gehts noch?
    Die Industrieverbände werden immer unglaubwürdiger!
    Wäre ich Politiker würde ich garnicht mehr auf die hören.

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