Regen belastet Compo-Sparte
K+S bleibt auf Wachstumskurs

Die starke Nachfrage nach Kalidünger in der Landwirtschaft hat dem Kasseler K+S-Konzern 2004 Rekordergebnisse beschert. Seinen Aktionären versprach K+S eine deutliche höhere Dividende. Für dieses Jahr rechnet der Düngemittelspezialist mit weiteren Zuwächsen bei Betriebsgewinn und Umsatz, wozu auch Zukäufe und Kooperationen beitragen sollen.

HB FRANKFURT. „Wir suchen nach Möglichkeiten in Europa und Osteuropa, aber auch verstärkt in Übersee“, sagte Vorstandschef Ralf Bethke am Donnerstag in Frankfurt. Im vergangenen Jahr habe K+S (ehemals Kali und Salz) bei Umsatz und Gewinn die höchsten Werte der Firmengeschichte erzielt.

Der operative Gewinn (Ebit) stieg um 44 Prozent auf 167,1 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 156,3 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Nach Steuern blieb ein Gewinn von 140,5 Millionen Euro, ein Plus von 39 Prozent. Die Anteilseigner sollen mit einer Dividende von 1,30 (Vorjahr: 1,00) Euro je Aktie von der Entwicklung profitieren.

Die im Nebenwerteindex MDax gelistete K+S-Aktie verteuerte sich bis zum frühen Nachmittag um 1,6 Prozent auf 43,08 Euro.

Die größte Sparte - Kali- und Magnesiumprodukte - profitierte den Angaben zufolge 2004 vom überraschend starken Anstieg der Kali-Nachfrage, insbesondere in Brasilien, Asien und Nordamerika. Nach Einschätzung von Bethke wird das auch so bleiben und K+S 2005 erneut ein Umsatzplus bescheren. Auch beim Ergebnis dürfte die Sparte wegen Preiserhöhungen im ersten Halbjahr 2005 nochmals zulegen.

Als einziger Bereich verzeichnete die Sparte Compo, die vor allem Produkten für Hobbygärtner herstellt, einen gesunkenen operativen Gewinn. Die verregnete Gartensaison und eine branchenübergreifende Kaufzurückhaltung besonders in Deutschland hätten das Geschäft beeinträchtigt, sagte Bethke. Für dieses Jahr geht K+S bei Compo aber wieder von einem leichten Umsatzanstieg aus.

Das Salz-Geschäft habe von der Übernahme des 38-prozentigen Anteils der belgischen Solvay an der zuvor gemeinsam betriebenen European Salt Company (esco) profitiert. Der Betriebsgewinn stieg um 93 Prozent. Für die Salz-Sparte rechnet Bethke mit einer unveränderten Marktentwicklung, so dass Umsatz und Betriebsergebnis 2005 das Vorjahresniveau erreichen könnten.

K+S gehört zu den führenden Herstellern von kali- und magnesiumhaltigen Erzeugnissen für die Landwirtschaft sowie für industrielle Anwendungen. Der Konzern ist in Europa die Nummer zwei unter den Feld- und Spezialdüngemittelproduzenten.

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