Reifenhersteller
Bridgestone rechnet mit Gewinneinbruch

Die Reifenhersteller bekommen die weltweite Autoflaute immer stärker zu spüren. Der japanische Continental-Rivale Bridgestone schraubte seine Gewinnprognose für das laufende Jahr am Montag erneut kräftig zurück.

rtr TOKIO. Der Nettoüberschuss werde auf umgerechnet rund 95 Mio. Euro fallen, erwartet worden waren 522 Mio. Euro. Der Betriebsgewinn wird demnach auf 933 Mio. Euro zurückgehen. Hier war mit 1,2 Mrd. Euro gerechnet worden.

Angesichts des globalen Absatzeinbruches auf dem Automarkt sollen daher bei dem Joint Venture Brisa Bridgestone Sabanci bis zum 29. Dezember die Bänder stillstehen. Die Japaner betreiben das Gemeinschaftsunternehmen in der Türkei zusammen mit der Sabanci Holding.

Auch den französischen Konkurrenten Michelin hat die Schieflage in der Branche hart erwischt. Der nach Marktwert zweitgrößte Reifenhersteller teilte mit, die Produktion in den meisten seiner Werke wegen einer im November erneut stark gesunkenen Nachfrage deutlich gedrosselt zu haben. Daraus entstünden zwar zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 150 Mio. Euro. In diesen sauren Apfel habe man aber beißen müssen, um die Lagerbestände effektiv zu verwalten und flexibel ins neue Jahr gehen zu können, hieß es weiter.

Immer mehr Zulieferer geraten wegen der Flaute auf dem Automarkt ins Straucheln. Die Probleme der Branche könnten noch länger andauern: Der weltgrößte Autobauer Toyota muss wohl im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr erstmals rote Zahlen schreiben.

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