Reifenhersteller
Michelin-Familie stellt nicht mehr den Chef

Epochenwechsel beim größten europäischen Reifenhersteller: Seit heute steht erstmals in der Geschichte von Michelin ein Manager an der Spitze, der nicht zur Gründerfamilie gehört. Der Neue ist seit Jahren im Unternehmen.
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Clermont-Ferrand, ParisSeit diesem Freitag lenkt mit Jean-Dominique Senard erstmals ein Manager den Michelin-Konzern, der nicht der Gründerfamilie entstammt. Der 59-Jährige folgt auf Michel Rollier. Dieser legte am Freitag auf der Hauptversammlung wie angekündigt seine Ämter nieder.

Der 67 Jahre alte Rollier war 1996 zu Michelin gekommen und hatte im Mai 2006 den Chef-Posten seines tödlich verunglückten Cousins Edouard Michelin übernommen. Der Jurist Senard arbeitete vor seinem Einstieg bei Michelin für den Ölmulti Total (1979-1987) sowie für den Baukonzern Saint-Gobain (1987-1996). Er ist Vater von drei Kindern.

Das bereits 1889 gegründete Traditionsunternehmen Michelin hatte seinen Gewinn zuletzt deutlich steigern können. Unterm Strich standen im Gesamtjahr 2011 mit 1,46 Milliarden Euro gut 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Erlöse legten im vergangenen Jahr um knapp 16 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro zu.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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