Reifenproduktion im US-Werk Mayfield geschlossen
US-Restrukturierung für Conti günstiger als erwartet

Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental erwartet durch die Schließung der Reifenproduktion im US-Werk Mayfield eine Belastung von maximal 140 Millionen Euro.

HB HANNOVER. Davon entfällt mit 120 Mill. € die größte Summe auf das laufende Jahr und wird das Ergebnis schmälern. 20 Mill. Euro seien bereits im Vorjahr verbucht worden, fügte Conti-Sprecher Hannes Boekhoff am Mittwoch in Hannover hinzu. Knapp 830 Arbeitsplätze sind von der Entscheidung betroffen. Insgesamt beschäftigt Continental im Reifengeschäft in Nordamerika 6500 Mitarbeiter in sechs Werken.

Mit der Höhe der Restrukturierungskosten bleibt offen, ob die Nummer Vier im weltweiten Reifengeschäft 2004 erneut ein Rekordergebnis erzielen wird. Analysten halten sowohl ein Unterschreiten des Vorjahresrekords als auch eine weitere leichte Steigerung für möglich. Konzernchef Manfred Wennemer hatte zuletzt ein Übertreffen des Vorjahresergebnisses von der Höhe der Kosten für die Restrukturierung des defizitären Reifengeschäfts in den USA abhängig gemacht. Sollten sich diese auf bis zu 200 Mill. Dollar oder rund 160 Mill. € belaufen, werde dies schwierig, hatte er gesagt.

Boekhoff bezifferte die Kosten für die Einstellung der Reifenproduktion in dem Werk im US-Staat Kentucky auf höchstens 140 Mill. € oder rund 170 Mill. Dollar. Damit würde die Gesamtsumme niedriger ausfallen als erwartet. Auf die Frage, ob damit ein Rekordergebnis für den Konzern in diesem Jahr möglich sei, sagte der Sprecher: „Das können wir nicht prognostizieren.“

Branchenexperten waren unterschiedlicher Ansicht über die Auswirkungen der Restrukturierungskosten auf das Ergebnis, sehen Continental ungeachtet dessen aber weiter auf Erfolgskurs. „Einschießlich der Kosten gehen wir von einem operativen Gewinn in Höhe des Vorjahres aus“, sagte Aleksej Wunrau von der Landesbank Baden-Württemberg. „Man könnte ihn vielleicht toppen“, fügte der Analyst hinzu. Robert Pottmann vom Bankhaus MM Warburg zeigte sich skeptischer. Er geht von einem operativen Ergebnis von 838 Mill. € aus, das damit 17 Mill. niedriger als im Vorjahr wäre.

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