Reiseziel Osteuropa
Oligarch Mordaschow will offenbar bei Tui aufstocken

Der russische Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow will einem Zeitungsbericht zufolge seinen Anteil an dem Reise- und Schifffahrtskonzern auf mehr als zehn Prozent aufstocken. Der Stahlmagnat, der zuletzt fünf Prozent der Aktien hielt, werde auch in den Aufsichtsrat einziehen, heißt es.

HB HANNOVER. Das berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Finanzkreise. Die Pläne einer Zusammenarbeit mit Mordaschow im Tourismus konkretisierten sich. Geplant sei der Aufbau eines gemeinsamen Reiseveranstalters unter dem Dach der Tui, um den russischen Markt zu erschließen, hieß es in dem Bericht. Im April solle eine Projektgruppe erstmals tagen, um Einzelheiten zu klären.

Ein Tui -Sprecher verwies darauf, dass Mordaschow bereits bei seinem Einstieg im November angekündigt hatte, gemeinsam mit Tui Reiseziele in vielversprechenden Regionen Osteuropas entwickeln zu wollen. Der Einstieg sei nur ein erster Schritt hin zu einer strategischen Partnerschaft. Pläne für eine Aufstockung der Beteiligung wollte er nicht kommentieren.

Mordaschow hatte sich hinter die Pläne von Tui -Konzernchef Michael Frenzel gestellt, als dieser die Schifffahrtstochter Hapag -Lloyd mit der Holding verschmelzen wollte. Unter dem Druck von anderen Großaktionären, allen voran dem norwegischen Reeder John Fredriksen, hat Frenzel inzwischen die Strategie geändert.

Am Montag berät der Tui -Aufsichtsrat über den Plan, die Schifffahrtssparte abzuspalten. Vorgespräche mit Vertretern von Arbeitnehmer- und Kapitalseite waren schon am Sonntag geplant. Es wird erwartet, dass der Aufsichtsrat den Weg bereitet, alle Optionen für Hapag -Lloyd zu prüfen. Eine Abspaltung würde einen Verkauf oder eine Fusion mit einer großen anderen Reederei erleichtern.

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sorgen sich um den Erhalt der Arbeitsplätze. "Wir werden alles verhindern, was die Tui -Standorte Hamburg und Hannover infrage stellt und was Arbeitsplätze gefährdet", sagte Verdi -Vertreter Jan Kahmann, der stellvertretender Aufsichtsratschef von Tui ist, der Zeitung "Die Welt". Die Früchte der Zugeständnisse der Gewerkschaft in der Schifffahrt dürften nun "nicht im Ausland geerntet werden", sagte er und stellte sich damit gegen einen Verkauf von Hapag -Lloyd.

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