Rekord-Entschädigung für Raucher weiter reduziert
Philip Morris soll 50 Millionen Dollar zahlen

Nach dem Tod eines Rauchers in den USA muss der Tabakkonzern Philipp Morris eine gigantische Geldbuße zahlen. Ein kalifornisches Berufungsgericht hat die frühere Rekord-Entschädigung in Höhe von drei Milliarden Dollar jedoch bereits weiter reduziert.

HB LOS ANGELES. Nach US-Medienberichten vom Dienstag muss der Tabakkonzern jetzt „nur“ noch 50 Mill. Dollar (40,6 Mill. €) an die Erben des inzwischen gestorbenen Klägers Richard Boeken zahlen. Der Zigaretten-Hersteller bezeichnete auch die reduzierte Summe als „völlig überzogen“ und kündigte an, in Berufung zu gehen. Das Gericht in Los Angeles stellte den Erben zur Wahl, die Millionen-Entschädigung anzunehmen oder eine neue Klage einzureichen.

Der 1999 an Lungenkrebs erkrankte Boeken hatte den Tabakkonzern wegen Betrugs und Verkaufs eines gefährlichen Produktes verklagt. Eine Jury sprach dem Raucher im August 2001 eine Rekord-Entschädigung in Höhe von drei Mrd. Dollar zu. Ein Richter vom Superiour Court in Los Angeles reduzierte den Anspruch später auf 100 Mill. Dollar. Der Raucher starb fünf Monate nach seiner erfolgreichen Klage im Alter von 57 Jahren.

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