Rekordabsatz: Boeing verbucht satten Gewinn

Rekordabsatz
Boeing verbucht satten Gewinn

Das glänzende Verkehrsflugzeuggeschäft und eine solide Rüstungssparte bescherten dem Airbus-Konkurrenten wie erwartet ein massives Umsatz- und Gewinnplus. Für 2008 hob Boeing die Gewinnprognose an - trotz der Verzögerungen beim neuen Langstreckenjet 787 Dreamliner.

HB NEW YORK. Dank guter Absatzzahlen bei zivilen Flugzeugen hat der Airbus-Konkurrent Boeing im abgelaufenen Quartal mehr verdient als erwartet. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, lag der Gewinn in dem Vierteljahreszeitraum bei 1,03 Milliarden Dollar oder 1,36 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte das Ergebnis noch bei 989 Millionen Dollar oder 1,29 Dollar je Aktie gelegen. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei 17,5 Milliarden Dollar.

Trotz anhaltender Probleme bei der Entwicklung des neuen 787 Dreamliners strotzt der US-Flugzeughersteller Boeing vor Optimismus. Wegen einer effizienteren Produktion und höheren Flugzeugauslieferungen hob Boeing am Mittwoch seine Ergebnisprognose für 2008 an. Angesichts der fehlenden Auslieferungen der 787 rechnet Boeing jedoch mit einem rückläufigen Umsatz.

"Trotz einiger Herausforderungen bei der Programm-Entwicklung sind wir ein starkes Unternehmen, das immer stärker wird. Auch bei unseren Finanzergebnissen erwarten wir 2008 und darüber hinaus Verbesserungen", sagte Boeing -Chef Jim McNerney. Erst Mitte des Monats hatte Boeing eingeräumt, die Probleme beim Bau der ersten Dreamliner und mit den Zulieferern nicht in den Griff zu kriegen und hatte sowohl den Erstflug als auch die Auslieferung der 787 verschoben.

Ende des zweiten Quartals 2008 solle das neue, hauptsächlich aus Verbundstoffen bestehende Flugzeug erstmals in die Luft gehen. Mit den Auslieferungen wird frühestens Anfang 2009 und nicht schon Ende 2008 begonnen. Diesen Zeitplan bestätigte Boeing. Es laufe nach Plan.

Einen aktualisierten Ausblick für 2009 will Boeing erst Ende April mit den Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen, wenn die Auswirkungen der Verzögerungen bei der 787 besser kalkulierbar seien. In der Regel werden bei mehrmonatigen Verspätungen Schadensersatzzahlungen für die Fluggesellschaften fällig.

Für dieses Jahr peilt Boeing bei 475 bis 480 ausgelieferten Flugzeugen einen Umsatz zwischen 67 und 68 Milliarden Dollar an. Ursprünglich wollte der US-Konzern 480 bis 490 Flugzeuge an die Kunden übergeben und damit zwischen 67,5 und 68,5 Milliarden Dollar umsetzen. Die Prognose für den Gewinn je Aktie hob Boeing jedoch auf 5,70 bis 5,85 Dollar von 5,55 und 5,75 Dollar an. Im vergangenen Jahr setzte Boeing mit insgesamt 66,4 Milliarden Dollar acht Prozent mehr um als noch 2006.

Der Nettogewinn stieg um 84 Prozent auf 4,1 Mrd. Dollar oder 5,28 Dollar je Aktie. Dabei profitierte Boeing sowohl vom Boom in der Verkehrsluftfahrt als auch vom militärischen Geschäft.

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