Rekordabsatz
Deutsche Premium-Autobauer übertrumpfen sich selbst

Die deutschen Premium-Autobauer fahren weiter von Erfolg zu Erfolg. Dabei legen die Konzerne ein Tempo vor, das selbst die Konzernlenker überrascht - und das nicht so schnell nachlassen soll.
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HB MÜNCHEN. Beflügelt von der weltweit wachsenden Nachfrage nach Oberklasseautos haben BMW, Audi und Daimler im November ihre Verkaufszahlen nochmals deutlich gesteigert. Audi übertraf mit 1,004 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen bereits im November den Rekordabsatz im gesamten Jahr 2008, dem Spitzenjahr vor der Wirtschaftskrise.

Die drei deutschen Hersteller legten kurz vor Jahresende erneut zweistellig zu, die Ingolstädter VW-Tochter übertraf sogar das Rekordjahr 2008 und verkaufte in den ersten elf Monaten mehr Autos als jemals zuvor. Auch für das kommende Jahr sind die Konzerne optimistisch, vor allem in Asien dürfte der Boom weiter für volle Auftragsbücher sorgen.

So steuert die gesamte deutsche Autobranche auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zu. Nach der überraschend schnellen Erholung erwarten fast 90 Prozent der Unternehmen ein Umsatzplus, wie es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC heißt. Ein knappes Drittel der Hersteller und Zulieferer rechne sogar mit Zuwächsen von mehr als 15 Prozent.

Neues Wachstum erwarten die Firmen auch auf dem derzeit schwachen europäischen Markt. Europa ist für 96 Prozent der Befragten nach wie vor der wichtigste Markt. Auch das Geschäft in Nordamerika dürfte sich weiter erholen, der Boom in China werde weitergehen. Dem Markt im Reich der Mitte trauen mehr als die Hälfte der 202 befragten Firmen langfristig ein Volumen von 30 Millionen Autos jährlich zu - zehnmal so viel wie in Deutschland.

„Wir gehen davon aus, dass der eigentliche Boom in China noch vor uns liegt. Bei Audi bereiten wir uns auf deutlich steigende Nachfrage auch im nächsten Jahr vor“, sagte Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer in Ingolstadt. In China knackte Audi erstmals die Marke von 200 000 verkauften Autos im Jahr.

BMW verdoppelte dort seinen Absatz im November auf 17.300 Fahrzeuge. Audi behielt mit 17.700 Autos und einem Plus von 7 Prozent in China aber die Nase vorn. Nächstes Jahr werde die Volksrepublik den Heimatmarkt Deutschland als größten Absatzmarkt für die Ingolstädter VW-Tochter ablösen. „Bei Audi bereiten wir uns auf deutlich steigende Nachfrage auch im nächsten Jahr vor“, sagte Schwarzenbauer.

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  • Meine Tochter bekommt gerade bAföG, die Hälfte davon sind ein Zuschuss, die andere ein Darlehen. Ein tolles und großzügiges Angebot.
    Warum geht das nur beim kleinen Mann und nicht auch bei Konzernen, die in einer Krise Unterstützt werden? Die Abwrackprämie war meiner Meinung nach Unsinn aber ok, so ist das in einer Demokratie.

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