Rekordabsatz VW verkauft vier Millionen Autos in China

Volkswagen hat in China das beste Verkaufsjahr aller Zeiten hinter sich. Mit kompakten Geländewagen und E-Autos wollen die Wolfsburger auch im Jahr 2018 einen neuen Rekord aufstellen.
Update: 23.01.2018 - 14:39 Uhr Kommentieren
VW: China bleibt der wichtigste Markt Quelle: Reuters
VW auf der Automesse in Shanghai

China ist für den Wolfsburger Konzern der mit Abstand wichtigste Markt.

(Foto: Reuters)

PekingVW will in China von der dortigen E-Auto-Politik profitieren. Schon in zwei Jahren will der Konzern dort rund 400.000 Batterie- und Hybrid-Fahrzeuge, auch New Energy Vehicles (NEVS) genannt, verkaufen. 2025 sollen es 1,5 Millionen E-Autos pro Jahr sein, sagte VW-China-Chef Jochem Heizmann am Dienstag vor Journalisten in Peking. Der Markt für Elektro-Autos sei ein Markt, der sich in China dank staatlicher Hilfen schneller als in Europa entwickelt.

Um die E-Mobilität-Offensive umzusetzen, auch „Roadmap E“ genannt, will der Konzern insgesamt zehn Milliarden Euro allein in China investieren. In den kommenden sieben Jahren plant VW 40 vor Ort produzierte NEV-Marken auf dem hiesigen Markt einzuführen.

Erst letzten November hatte der deutsche Autohersteller die Marke Ezia gegründet, mit der man dem chinesischen Kunden einen „intelligenten Verkehrsservice“ anbieten möchte. In Europa heißt das Gegenstück Moia. Gemeint damit sind zum Beispiel Fahrtenvermittlungen, das Finden von Ladesäulen oder der sprachgesteuerte Assistent.

Die kommen gewaltig, die neuen SUV
Audi SQ2
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Seit 2016 hat Audi mit dem Q2 (im Bild) ein Mini-SUV im Programm. 2018 bekommt der kleine Crossover ein S spendiert. Der SQ2 soll mit mehr Leistung, strafferem Fahrwerk und vor allem sportlicherer Optik überzeugen. Und natürlich gegen einen noch nicht genannten Aufpreis die Audi-Kasse füllen. Zu sehen gibt es den SQ2 erstmals auf dem Autosalon in Genf Anfang März, später im Jahr wird er dann bei den Händlern stehen.

BMW X2
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Mit dem neuen X2 will BMW eine jüngere Käuferschicht ansprechen, als es der X1 oder die deutlich größeren X-Modelle können. Quadratisch wirkende Radhäuser, eine Doppelniere in umgekehrter Trapezform und die flache Fenstergrafik fungieren als Eyecatcher und heben das neue SUV-Coupé vom längeren und höheren X1 ab...

BMW X2
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Zum Marktstart des X2 im März 2018 verspricht BMW drei Motoren – einen Benziner und zwei Diesel.

DS7 Crossback
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Im Gegensatz zu den bisher vertriebenen Modellen DS3, DS4 und DS5, die allesamt lediglich aufgehübschte Edel-Varianten von Citroën-Modellen waren, ist der neue DS7 Crossback das erste eigenständige Produkt der Franzosen. Mit ihm will die Premium-Marke endlich durchstarten und sich als Alternative zu dem herkömmlichen Angebot im Premium-Segment etablieren. Mitte Februar 2018 geht der Neue zu Preisen ab 31.490 Euro an den Start.

DS7 Crossback
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Nein, so richtig hat es sich in den Köpfen auch durchaus autoaffiner Zeitgenossen noch nicht festgesetzt, dass DS nicht bloß eine Modellbezeichnung im Citroën-Portfolio darstellt, sondern seit 2014 als eigenständige Marke im PSA-Konzern fungiert. Doch das soll sich ändern ...

Jaguar E-Pace
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Er könnte ein Bestseller für Jaguar werden. Doch der E-Pace rückt auch in den aufgeheizten Markt der kompakten Premium-SUV vom Schlage Mercedes-Benz GLA, BMW X2 und Audi Q2. Für den Vortrieb sorgen ausschließlich Benzin- und Dieselvierzylindermotoren aus der neuen Ingenium-Familie. Premiere in einem Jaguar feiert der Allradantrieb Active Driveline der Schwester Land Rover...

Jaguar E-Pace
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Bestellungen werden bereits entgegengenommen. Anfang 2018 startet der E-Pace zu Preisen ab 34.950 Euro als kleinere SUV-Variation des bereits eingeführten F-Pace.

So wies Heizmann auf die 180 Millionen US-dollar teure Kooperation mit dem chinesischen Start-Up Mobvoi hin. Das Unternehmen hatte sich einen Namen mit der Entwicklung des Systems zur Spracherkennung gemacht. Künftig sollen alle VW-Autos für den chinesischen Markt mit einer Software ausgestattet werden, die auf Kommandos einer im Auto befindlichen Person hört. Schalter und Hebel könnten dadurch langfristig überflüssig werden.

Die chinesische Regierung hat eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Verkauf von Autos mit alternativen Antrieben anzukurbeln. In von Smog geplagten Großstädten wie Peking und Shanghai ist kaum noch an neue Nummernschilder für Autos mit Benzinmotor zu kommen. Käufer von E-Autos profitieren kräftig von staatlichen Subventionen. Zudem verordnete die Regierung im September eine Produktionsquote. Nach einem Punktesystem müssen demnach ab 2019 zehn Prozent der hergestellten Fahrzeuge über einen Hybridantrieb oder einen reinen Elektromotor verfügen.

Stärkster Treiber blieben aber die in China extrem beliebten SUVs. Die Nachfrage nach den kompakten Geländewagen sei so groß, dass sie bald die Hälfte der Gesamtverkäufe ausmachen könnten. Nach Rekorden im vergangenen Jahr rechnet Volkswagen auch 2018 mit einem starken Wachstum in China. „Wir sind ziemlich zuversichtlich“, sagte Heizmann. Man wolle in den kommenden zwölf Monaten mindestens so schnell wie der Gesamtmarkt wachsen, der laut Heizmanns Erwartung ähnlich wie im Vorjahr um rund vier Prozent zulegen dürfte. Für den Jahresanfang gehe man aber erst einmal von einem langsamen Wachstum aus, da die chinesische Regierung ihre E-Auto Kaufzulagen schrittweise abschaffen wird.

Heizmann bestätigte am Dienstag, dass Batterien für die E-Autos nach chinesischen Regeln bei heimischen Anbietern eingekauft werden müssen, und nicht aus dem Ausland eingeführt werden dürfen. Derzeit benutze VW für Autos, die auf dem chinesischen Markt vertrieben werden, hauptsächlich Batterien des chinesischen Herstellers Contemporary Amperex Technologie (CATL). Das Unternehmen hat bisher mehr als 110 Millionen Euro an staatlichen Subventionen einstreichen können und 2016 insgesamt 6.80GWh an Batterien verkauft, unter anderem durch Zulieferungs-Arrangements mit VW und BMW.

„Erfolgreiches Pflaster“ – Die Lovestory von Volkswagen und China

„Erfolgreiches Pflaster“ – Die Lovestory von Volkswagen und China

Westliche Diplomaten und Branchenbeobachter sehen darin einen Versuch Pekings, nicht nur zum Weltmarktführer in der E-Mobilität zu werden, sondern auch die vorgelagerte Produktion von Batterien zu dominieren. Heizmann „schließe prinzipiell nicht aus“, dass Batterien aus China künftig auch in E-Autos für Deutschland und andere Märkte verbaut würden.

Als derzeit größte „Herausforderung“ in China sah der VW-Vorstand jedoch nicht die Umsetzung der E-Quote, sondern Vorgaben der chinesischen Regierung zum Spritverbrauch. Demnach dürfe die gesamte Fahrzeugflotte eines Herstellers ab 2020 im Durchschnitt nicht mehr als fünf Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Der VW-Konzern hatte im vergangenen Jahr 4,18 Millionen Autos auf seinem wichtigsten Absatzmarkt verkauft und lag damit erstmals in China über der Marke von vier Millionen verkauften Fahrzeugen.
Mitte Januar hatte der Autobauer angekündigt, erstmals auch in China gebaute Autos in andere Länder exportieren zu wollen. Erste Fahrzeuge aus chinesischer Fabrikation sollen bereits im Januar auf die Philippinen geliefert werden. Später sollen weitere Länder folgen.

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